BVB will sich belohnen - Kramer verlängert

Heimspiel gegen Metzingen

Genug der Niederlagen, ab sofort soll die Wende her! „Wir haben alle die Nase voll, dass wir uns zuletzt für unsere Leistungen nicht belohnt haben. Wir sind doch auch nicht schlechter als andere Teams“, sagt Ikdiko Barna. Fünf Schlappen nacheinander mussten die Handballerinnen von Borussia Dortmund zuletzt schlucken.

DORTMUND

, 15.04.2016, 10:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
BVB will sich belohnen - Kramer verlängert

Die Serie an Misserfolgen soll ein Ende nehmen. Und wenn es nach der BVB-Trainerin geht, dann möglichst schon am Samstag (19.30 Uhr, Halle Wellinghofen) gegen Metzingen. Und das ist ein riesengroßer Anspruch, denn beharrlich hat sich der Gast in der Spitzengruppe der 1. Handball-Bundesliga festgesetzt, ist punktgleich mit Tabellenführer Thüringen Zweiter in der Rangliste. „Natürlich wollen sie Meister werden“, sagt Ildiko Barna, „sie haben aktuell ja auch einen Riesenlauf, und deshalb haben sie auch positive Sterne vor sich“.

Beste Saisonleistung im Hinspiel

Aber damit muss dann auch schon genug der Hochachtung vor dem Gegner sein. Denn da gab es ja den 29. Dezember 2015. Der BVB spielte in Metzingen, schoss den klaren Favoriten mit 32:26 aus dessen Halle, zeigte die beste Saisonleistung und leitete eine eigene, höchst nette Erfolgsserie ein.

Nun stottert der Motor seit einigen Wochen. Der BVB beklagt mit Anne Müller und Rafika Ettaqi den Ausfall von zwei wichtigen Stützen, hatte in der Vergangenheit seine Mühe, mit der Manndeckung von Nadja Nadgornaja klar zu kommen und hatten in einigen entscheidenden Situationen auch nicht immer das Glück auf seiner Seite. „Solche tiefere Phasen gehören in einer Saison dazu“, sagt Ildiko Barna, sie will kein Mitleid, allenfalls mildernde Umstände. Und wenn Metzingen jetzt anreist, „dann werden sie uns voll ernst nehmen, und das sollen sie auch“.

Kleine Verunsicherung lässt sich nicht leugnen

Denn auch wenn die Punkteausbeute zuletzt verschwindend gering war, auch wenn sich eine kleine Verunsicherung deshalb nicht ganz leugnen lässt, die Mannschaft wisse sehr wohl, „dass sie vernünftig Handball spielen kann, dass sie sehr wohl auch Tore werfen kann“.

Jetzt lesen

Genau 30 waren es im letzten Spiel in Oldenburg, und die 30:31-Niederlage wurmt die BVB-Trainerin immer noch mächtig. Ein Remis wäre sicher gerechter gewesen, „denn ich habe schon Fortschritte gesehen, das Zusammenspiel von Abwehr und Angriff passte schon wieder besser“. 

Ettaqi und Kramer sind fraglich

Diesen Faden gelte es jetzt am Samstag wieder aufzunehmen, ohne Anne Müller und wohl auch ohne Rafika Ettaqi, und wenn es ganz schlecht kommt auch ohne Stella Kramer, die Anfang der Woche über Fieber klagte.

So muss am Samstag vieles passen, so muss Clara Woltering einmal mehr einen ihrer vielen Glanztage erwischen, so müssen die Würfe aus dem Rückraum präzise und entschlossen kommen. Und wenn dann noch die richtige Portion Trotz dazu kommt, dann können die BVB-Frauen auch mal wieder den Lohn ernten.

Die Personalplanungen der BVB-Frauen gehen voran. Jochen Busch, der Sportliche Leiter, teilte mit, dass Stella Kramer ihren Vertrag um zwei Jahre verlängert hat. Die 27-Jährige, seit 2009 bei der Borussia, ist in den letzten Wochen zur Nationalspielerin avanciert und sicher eine der Leistungsträgerinnen im Team. Damit ist der BVB für die nächste Saison auf der Rechtsaußenposition glänzend aufgestellt. Letzte Woche wurde die Verpflichtung von Svenja Huber bekannt gegeben.

Lesen Sie jetzt