BVB-Handball-Frauen

Die BVB-Handball-Frauen siegen trotz langer Pause eindrucksvoll

Die Handballerinnen des BVB haben das Spitzenspiel der Bundesliga gegen den Thüringer HC eindrucksvoll gewonnen und bleiben damit als einziges Team der Liga ohne Verlustpunkt.
Tessa van Zijl war in Thüringen in Wurflaune, sie steuerte sieben Treffer zum BVB-Erfolg bei. © Stummbillig

Das war ein Re-Start nach Maß. Vor sieben Wochen hatten die Schützlinge von Trainer André Fuhr ihr letztes Handballspiel bestritten, ehe es in Quarantäne und in die EM-Pause ging. Nur ganze drei Mal konnten die Borussinnen zusammen trainieren. Und dennoch gewannen sie das Spitzenspiel beim Thüringer HC in einer unglaublich überlegenen Art und Weise. Die Konkurrenz dürfte den vielbeachteten Auftritt in Bad Langensalza sicherlich aufmerksam verfolgt haben.

Der BVB glänzte mit einem tollen Tempospiel, einer effektiven Trefferquote und einer kompakten Abwehrleistung. Ihr bislang bestes Spiel für den BVB zeigte die Niederländerin Tessa van Zijl – nicht nur wegen ihrer sieben Tore. Auch BVB-Neuzugang Laura van der Heijden durfte sich freuen. Die Niederländerin kam in der 51. Minute ins Spiel und sorgte mit ihrem Treffer zum 34:25 für eine gelungene Premiere.

Der BVB hätte noch höher gewinnen können

Wobei das Ergebnis noch viel deutlicher hätte ausfallen können. Erst als BVB-Coach André Fuhr ab der 50. Minute durchwechselte, kam Sand ins Getriebe, und der Thüringer HC konnte das Resultat noch ein wenig freundlicher gestalten. Mehr als eine gewisse Ergebniskosmetik aber war nicht drin. „Das haben wir sehr seriös gelöst, zumal Thüringen immer ein sehr unangenehmer und qualitativ hochwertiger Gegner ist. Wir haben das souverän runtergespielt, das gefiel mir“, kommentierte Borussen-Coach André Fuhr direkt nach dem Spielende den Auftritt in der Salza Halle.

Die Voraussetzung vor der Partie war klar. Hier der BVB mit 14:0-Punkten als einziges Bundesliga-Team noch verlustpunktfrei, dort der Thüringer HC nach einer Niederlagen-Serie gegen Buxtehude, Leverkusen und Metzingen mit sieben Verlustpunkten auf Rang fünf.

Von Beginn an entwickelte sich am Sonntag ein intensives Handballspiel, bei dem die besondere Bedeutung für beide Mannschaften spürbar war. Der BVB wollte seine „Weiße Weste“ bewahren und präsentierte sich hochkonzentriert und in jeder Sekunde aufmerksam. Die vierstündige Busfahrt von Dortmund nach Erfurt war dem Team nicht anzumerken.

Wie aus einem Guss

Ganz im Gegenteil, denn wirklich mithalten konnte die Sieben von Trainer Herbert Müller nur ganze 14 Minuten lang bis zum Stand von 11:8 für die Borussinnen. Danach drehte der BVB auf, spielte wie aus einem Guss, stark über die beiden Außen Kelly Vollebregt und Jennifer Gutierrez Bermejo, souverän im Rückraum mit Kelly Dulfer und Alina Grijseels und treffsicher durch Tessa van Zijl und Merel Freriks. Der BVB-Express war nicht mehr aufzuhalten und baute seinen Vorsprung über 15:8 (20.), 18:11 (26.) zum 19:13 Halbzeitstand aus.

„Jeden Erfolg muss man sich hart erarbeiten. Unser Auftritt war sehr souverän, zumal wir nur drei Trainingseinheiten in den letzten sieben Wochen gemeinsam absolvieren konnten“, zog Andreas Bartels, der stellvertretende Abteilungsleiter des BVB, ein äußerst zufriedenes Fazit: „Wichtig war auch, dass elf von 13 Feldspielerinnen getroffen haben, das zeigt unsere Klasse in der Breite.“

Dass Bartels zufrieden war, war verständlich angesichts des hochklassigen Spiels, was der BVB an den Tag legte. Auch nach der Pause kam kein Bruch ins Spiel, Tessa van Zijl traf ein ums andere Mal, und Alina Grijseels bestach durch eine ganze Reihe von technisch starken und präzisen Werfen und fünf Treffern. Ab der 50. Minute wechselte André Fuhr durch, brachte Jennifer Rode und Neuverpflichtung Laura van der Heijden, die zum 34:25 traf.

BVB: Roch, ten Holte, Duijndam – Grijseels (5), Monti Danielsson (1), van Zijl (7), Smits, Dulfer (5), Bleckmann (2), Freriks (4), Stockschläder (3) Vollebregt (3), van der Heijden, Abdulla (2), Gutierrez Bermejo (3), van der Heijden (1), Rode

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