Die Sicherheit bei den BVB-Handballerinnen ist zurück

Spiel gegen Neckarsulm

Mit einem Sieg bei der Neckarsulmer Sportunion will der BVB das Jahr 2017 erfolgreich abschließen. Viel Selbstvertrauen hat den Schwarzgelben die Gala-Vorstellung gegen Oldenburg gegeben. Die Schwarzgelben gehen zwar als Favoritinnen in die Partie, Trainerin Ildiko Barna warnt jedoch vor dem Gegner.

Dortmund

, 29.12.2017, 18:20 Uhr / Lesedauer: 3 min
Weil Alina Grijseels derzeit im rechten Rückraum aushelfen muss, lenkt Caroline Müller (M.) das Spiel des BVB.

Weil Alina Grijseels derzeit im rechten Rückraum aushelfen muss, lenkt Caroline Müller (M.) das Spiel des BVB.

Der eindrucksvolle 34:19-Erfolg über den VfL Oldenburg, er war Balsam für die zuletzt angeschlagenen Dortmunder Seelen. Das Selbstvertrauen ist zurückgekehrt, genauso wie die Sicherheit in die eigenen handballerischen Fähigkeiten, die den Schwarzgelben in dieser Saison zwischenzeitlich abhandengekommen zu sein schienen. „Dieses Spiel hat uns auf unserem weiteren Weg sehr geholfen“, sagte BVB-Trainerin Ildiko Barna am Freitag.

Rollenverteilung ist klar

Dieser Weg sieht nun als nächsten Halt Neckersulm vor. „Wir müssen mit der gleichen Konzentration und Kampfbereitschaft wie gegen Oldenburg agieren“, erklärte Barna mit Blick auf die Partie bei der Neckarsulmer Sportunion am heutigen Samstag (18 Uhr/live auf sportdeutschland.tv). Das Team aus Baden-Württemberg hat sich dank eines 29:22-Erfolgs gegen den HC Rödertal am Vorweihnachtsabend zuletzt etwas Luft im Abstiegskampf verschafft. Mit 6:10 Punkten steht die NSU derzeit auf Platz elf der Bundesliga-Tabelle. Die Rollenverteilung ist dennoch klar: Der Liga-Sechste aus Dortmund geht als Favorit in seine letzte Bundesliga-Partie des Jahres.

Das sieht man auch beim Gegner nicht anders. „Personell gehört der BVB definitiv für mich unter die ersten fünf Mannschaften im deutschen Frauenhandball“, sagte Neckarsulms Trainer Emir Hadzimuhamedovic am Freitag. Chancenlos sieht er sein Team dennoch nicht. „Wenn alles optimal bei uns läuft, können wir auch eine Mannschaft wie Dortmund schlagen.“

Halle mit hitziger Atmosphäre

BVB-Trainerin Ildiko Barna warnt vor allem vor den beiden Außenspielerinnen Hannah Breitinger und Luisa Gerber. „Neckarsulm wird versuchen, das Spiel breitzumachen. Da müssen wir aufpassen, dass unsere Abwehr nicht zu sehr auseinandergerissen wird.“ Doch den Tabellenelften, der sich vor der WM-Pause mit Kreisspielerin Mette Gravholt verstärkt hat, allein auf diese beiden Namen zu reduzieren, wäre falsch. Auch die Torhüterinnen Melanie Herrmann und Ann-Cathrin Giegerich verfügten über „hohe Liga-Qualität“, so Barna, und aus dem Rückraum sorgen Maike Daniels und Lena Hoffmann immer wieder für Torgefahr. Dazu kommt eine enge Halle mit einer hitzigen Atmosphäre.

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Beim BVB setzen sie neben einer aggressiven, engmaschigen Abwehr auch auf die neu gewonnene Variabilität im Angriff. „Es geht darum, die spielerische Qualität zu halten“, sagte Barna, die vor allem über einen Umstand glücklich ist: Anders, als in der Vergangenheit, bringt eine Manndeckung von Rückraum-Ass Nadja Mansson die Schwarzgelben nicht mehr aus der Ruhe. „Wir haben offensiv jetzt viel mehr Optionen.“ Neben den zuletzt überzeugenden Außen Svenja Huber und Virag Vaszari ist es vor allem Alina Grijseels, die dem Angriffsspiel des BVB neue Impulse verleiht - egal ob im Eins-gegen-eins oder indem sie freie Würfe ihrer Mitspielerinnen kreiert.

Steigende Erwartungshaltung

Die 21-Jährige agiert seit dem Ausfall von Harma van Kreijs auf der Position im rechten Rückraum. „Es ist ungewohnt, aber ich spiele dort, wo ich gebraucht werde“, sagte die Spielmacherin, die gegen Oldenburg mit sieben Treffern - gemeinsam mit Huber - beste Werferin ihres Teams war. In der Mitte lenkt stattdessen Caroline Müller das Spiel. „Sie macht das sehr gut“, sagte Barna. „Wir haben allgemein gerade offensiv eine sehr gute Mischung.“

Dass mit dem Oldenburg-Spiel womöglich auch die Erwartungshaltung an die BVB-Handballerinnen steigt, ist Barna bewusst. Und so ist die Trainerin darum bemüht, diese im realisitischen Bereich zu halten. Leistungen wie gegen den VfL dürfe man sicherlich nicht in jedem Spiel erwarten, so Barna. „Aber ich erwarte, dass wir an diesem Niveau dranbleiben.“

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