Ex-Torhüterin Ferenczi will dem BVB den Sprung auf Platz vier vermasseln

BVB-Handball-Frauen

Borussia Dortmund will am Mittwoch mit einem Sieg gegen den VfL Oldenburg zurück auf Tabellenplatz vier in der Handball-Bundesliga. Eine ehemalige Torhüterin will das verhindern.

Dortmund

, 22.01.2019, 20:53 Uhr / Lesedauer: 2 min
Annamaria Ferenczi spielte drei Jahre lang für Borussia Dortmund.

Annamaria Ferenczi spielte drei Jahre lang für Borussia Dortmund. © Peter Ludewig

Wenn Annamaria Ferenczi am Mittwoch (19.30 Uhr, Hengsteyseestr. 26, 58313 Herdecke) mit dem VfL Oldenburg nach Dortmund zurückkehrt, wird vieles anders sein, als sie es aus den vergangenen Jahren gewohnt war. Beim BVB, für den sie zwischen 2015 und 2018 unter Vertrag stand, gibt es einige neue Gesichter in der Mannschaft. In Gino Smits einen anderen Trainer. Und auch die Spielstätte, die Bleichsteinhalle in Herdecke, ist – zumindest im Moment – nicht dieselbe, in der Ferenczi einst das Dortmunder Tor hütete. Und doch fühlt es sich für die 24 Jahre alte Ungarin an wie eine Fahrt in die frühere Heimat.

Sie sei Dortmund „dankbar für all die Dinge, die ich hier gelernt habe, und für die Menschen, denen ich dort begegnet bin“, sagt sie. Einige ihrer früheren Weggefährten haben sich mit Blick auf die Partie bereits bei ihr gemeldet, was die Torhüterin „sehr gefreut“ hat. Doch bei aller Sympathie: Für Ferenczi und den VfL zählen auch in Dortmund nur die zwei Punkte.

8:14 Zähler weisen die Niedersachsen nach elf Spieltagen auf, in der Handball-Bundesliga reicht das für den aktuellen DHB-Pokalsieger derzeit nur zu einem enttäuschenden neunten Platz. „Was auf dem Punktekonto steht, spiegelt nicht unser eigentliches Können wieder“, sagt Ferenczi fast schon etwas trotzig. „Die Niederlagen gegen Neckarsulm und Bad Wildungen hätten nicht sein müssen. Die Mannschaft hat schon bewiesen, dass sie für Überraschungen sorgen kann.“ Auch BVB-Trainer Gino Smits sagt, dass das Team aus Oldenburg „sicher besser“ sei, als es die Tabelle aussagt. „Sie haben erfahrene und starke Spielerinnen wie Angie Geschke, Kim Birke oder Julia Renner.“

VfL-Trainer Niels Bötel verzichtet auf klare Nummer eins

Mit Letzterer kämpft Ferenczi um den Platz im Tor des VfL. Wobei es eine klare Nummer eins unter VfL-Trainer Niels Bötel eigentlich gar nicht gibt, wie auch die junge Ungarin bestätigt. „Da wir nur zwei Torhüterinnen sind, erhalte ich viele Spielanteile. So konnte ich meine sportliche Entwicklung auf das nächste Niveau heben.“ Den Schritt weg von Borussia Dortmund habe sie trotz der sportlich durchwachsenen Saison daher auch nie bereut. „Ich habe mich hier sehr gut eingelebt.“

Ihr altes Team hat sie in den vergangenen Monaten aber nicht aus den Augen verloren. Der BVB könne oben mitspielen, meint Ferenczi. „Es ist eine kämpferisch starke Mannschaft, die auch mal mehrere Tore Rückstand aufholen kann, wie sie es zum Beispiel gegen Thüringen gezeigt hat.“ Sie selbst würde darauf am Mittwoch wohl nur allzu gerne verzichten.

Smits ist gewarnt und sagt: „Wir müssen gut vorbereitet sein.“ Will seine Mannschaft zurück auf den vierten Tabellenplatz, braucht es einen Sieg. „Wir wollen diese zwei Punkte. Natürlich.“ Verzichten muss der Niederländer dabei weiterhin auf die Langzeitverletzten und auch Leonie Kockel. Das Nachwuchstalent fällt weiter aus. Genauso wie Asuka Fujita. Die Japanerin ist im Training umgeknickt und fehlt gegen Oldenburg. Dafür kehrt Hildigunnur Einarsdottir in den Kader zurück.

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