Im Video: BVB-Neuzugang begründet den Wechsel nach Dortmund und präsentiert sich in Top-Form

Borussia Dortmund

In der kommenden Spielzeit wird Amelie Berger für Borussia Dortmund auflaufen. Warum der BVB die junge Nationalspielerin verpflichtet hat, ist im Spitzenspiel deutlich geworden.

Dortmund

, 09.04.2021, 20:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Amelie Berger (M.) wird den BVB im Sommer verstärken.

Amelie Berger (M.) wird den BVB im Sommer verstärken. © picture alliance/dpa

Johanna Stockschläder war in den vergangenen Monaten eine Torgarantie für Borussia Dortmund. Teils warf die 26-jährige Linksaußen zehn Tore in einigen Partien, verdiente sich so sogar eine Nominierung für den Lehrgang der deutschen Nationalmannschaft.

Ihre Leistungen in dieser Spielzeit sind auf internationalem Niveau, ihre Entwicklung der vergangenen Monate sprach für sich. Im Spitzenspiel zwischen Borussia Dortmund und der SG BBM Bietigheim am vergangenen Mittwoch war die agile Linksaußen kein Faktor.

Als Ersatz für Kelly Vollebregt eingeplant

Der Grund dafür: Bietigheims Rechtsaußen Amelie Berger. Die Berger, die kommende Spielzeit für Borussia Dortmund auflaufen wird. „Amelie Berger ist eine Topspielerin auf internationalem Niveau, die uns in der kommenden Saison enorm weiterhelfen wird“, sagte BVB-Abteilungsvorstand Andreas Heiermann Anfang Februar zur Verpflichtung.

Auf Rechtsaußen soll die 21 Jahre alte deutsche Nationalspielerin Kelly Vollebregt ersetzen, die Dortmund in Richtung Dänemark verlässt. Gemeinsam mit der Norwegerin Tina Abdulla soll Berger die schwarzgelbe rechte Seite bilden.

Wie das dann in der kommenden Spielzeit in der Sporthalle Wellinghofen aussehen könnte, präsentierte Berger vergangenen Mittwoch im Duell mit dem BVB. Kein Tor fiel über die beiden Linksaußen Johanna Stockschläder und Jennifer Gutierrez Bermejo, Berger verteidigte stark, ließ über Außen kaum etwas zu, nahm so beide BVB-Linksaußen aus dem Programm.

Zwar eröffneten sich so Räume für Kelly Dulfer, die über den linken Rückraum immer wieder durchdrang, doch Berger erledigte ihre Aufgabe auf Außen mehr als souverän.

Und offensiv war die Leistung der gebürtigen Tübingerin eindrucksvoll - vor allem im ersten Abschnitt. Immer wieder stellte sie im starken ersten Durchgang ihr Tempo unter Beweis, erzielte so vier Tore nach Tempo-Gegenstößen und provozierte eine Zeitstrafe für Stockschläder, die sich nur noch mit einem Foul zu helfen wusste.

In Durchgang zwei fiel auch Bergers Leistung etwas ab, wie beim Rest des Teams aus Bietigheim, das mit einem dezimierten Kader anreiste. „Wir haben die Fehler, die Dortmund im Angriff gemacht hat, direkt ausgenutzt, mit schnellen und einfachen Toren“, analysierte Beger, die fünf Tore erzielte, „das ist uns in der zweiten Halbzeit nicht mehr gelungen.“

„Mir gefällt die Spielweise sehr gut“

Das Spiel des BVB gefällt Berger, sie nennt es als einen der Gründe, warum sie aus Baden-Württemberg nach Nordrhein-Westfalen zieht. „Mir gefällt die Spielweise sehr gut“, sagte sie im Anschluss an das Spitzenspiel, welches der BVB mit 30:28 gewann. „André Fuhr ist bekannt dafür junge Spieler rauszubringen, denen das Vertrauen zu schenken und schnelle einfache Tore zu machen.“

Berger freut sich über ihren Wechsel, das wird deutlich im Gespräch mit ihr. Die Verantwortlichen der Schwarzgelben freuen sich auch. Es könnte der Start einer starken Verbindung werden.

Und sollte Berger im kommenden Jahr Johanna Stockschläder erneut in Schacht halten können, dürfte es zur Freude von Dortmunds Chefetage passieren. Denn Stockschläder wird dann für die Neckarsulmer Sport-Union auflaufen.

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