Junge Borussinnen ringen Bad Wildungen Vipers mit 22:20 nieder

BVB-Handball-Frauen

Die Voraussetzungen waren denkbar schlecht, in Alina Grijessel fiel dem BVB auch noch die letzte Spielmacherin verletzt aus. Doch angeführt von einem Talent schlägt Dortmund Bad Wildungen.

Dortmund

, 09.03.2019, 21:35 Uhr / Lesedauer: 1 min
Hannah Kriese erzielte drei Tore bei ihrem Bundesliga-Debüt.

Hannah Kriese erzielte drei Tore bei ihrem Bundesliga-Debüt. © Stephan Schütze

Die Bundesliga-Handballerinnen von Borussia Dortmund haben ihren großen Personalproblemen getrotzt: Am Samstagabend bezwang die Mannschaft von Trainer Gino Smits die Bad Wildungen Vipers mit 22:20 (12:11) und hat damit wichtige Punkte im Kampf um das internationale Geschäft eingefahren.

Mit nun 20:14 Punkten haben die Schwarzgelben den Buxtehuder SV, der zuvor mit 32:31 in Blomberg-Lippe gewonnen hatte, wieder von Platz vier verdrängt. Beste Werferin des BVB in der Bleichsteinhalle in Herdecke war Asuka Fujita mit sieben Toren. „Natürlich bin ich zufrieden“, sagte Smits nach der Partie. „Einerseits, weil wir gewonnen haben, aber auch wir wie wir das Spiel nach und nach besser in den Griff bekommen haben.“

Das allerdings dauerte seine Zeit, und so gehörten die ersten 20 Minuten den Gästen. Viele Abspielfehler mischten sich aufseiten des BVB mit schlechten Entscheidungen und kaum erfolgreichen Abschlüssen, und so führten die Gäste aus Bad Windungen nicht unverdient mit 11:6 (24. Minute).

Hannah Kriese führt Regie

Doch die junge Dortmunder Mannschaft - Smits zog fünf Spielerinnen aus der zweiten Mannschaft hoch - legte zunehmend ihre Nervosität ab und fand zu mehr Sicherheit in ihrem Spiel. Hannah Kriese führte 45 Minuten lang Regie auf der Spielmacherposition, und eine furiose Aufholjagd in den letzten fünf Minuten vor der Pause brachte doch noch die Halbzeitführung für die Schwarzgelben.

„Es war wichtig, dass wir ihr Angriffsspiel in den Griff bekommen haben. Das hat uns mehr Ruhe in unserer eigenen Offensive gebracht. Die Folge war dann ein 11:1-Lauf von uns“, sagte Smits.

In der Tat: Der BVB legte auch nach dem Wechsel nach, baute seine Führung auf zwischenzeitlich fünf Tore aus (20:15/23.) und lief auch dank einer starken Torhüterin Clara Woltering kaum noch Gefahr, das Spiel aus den Hängen zu geben. Kriese erzielte bei ihrem Bundesliga-Debüt drei Treffer. Am Ende stand ein verdienter 22:20-Sieg.

BVB: Woltering, Duijndam, ten Holte - Weisheitel (2), A. Müller (1), Huber (1/1), Kockel (2), Einarsdottir (1), Stockschläder, Fujita (7/4), van Kreij (4), Fege, Wulf (1), Hausherr, Kriese (3), Michalczik
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