Kaum Erkenntnisse, aber ein Sieg und euphorische Fans

DORTMUND Der neue Name ist noch gewöhnungsbedürftig – und auch nicht leichter auszusprechen als der alte. Borussias slowakische Nationalspielerin fuhr vor drei Wochen als Zuzana Hrabovska in ihre Heimat.

von Von Thomas Rellmann

, 02.09.2007, 20:03 Uhr / Lesedauer: 1 min
Zuzana Porvaznikova (2.v.l.) nahm Glückwünsche und einen Blumenstrauß von Jugendleuter Michael Weidehoff, Abteilungs-Vize Andreas Heiermann und Maria Pfefferkuch entgegen.

Zuzana Porvaznikova (2.v.l.) nahm Glückwünsche und einen Blumenstrauß von Jugendleuter Michael Weidehoff, Abteilungs-Vize Andreas Heiermann und Maria Pfefferkuch entgegen.

Jetzt ist sie wieder da: frisch verheiratet, in ihrem Pass steht mittlerweile Porvaznikova. Aber ansonsten ist die 27-Jährige so geblieben, wie sie die BVB-Fans in Erinnerung hatten: dynamisch, durchsetzungsstark und torgefährlich. Klarer Auftrag Bei der offiziellen Saisoneröffnungsfeier der Handball-Abteilung am Freitag Abend brachte sie die Kugel gleich 13 Mal im Gehäuse von Bayer Leverkusens Reserve unter. Am Ende hatten die Gastgeber standesgemäß mit 34:24 (17:13) vor gut 300 Zuschauern die Nase vorn. Trotz einer beispiellosen Ausfallliste mit acht Verletzten und nur vier Feldspielerinnen des etatmäßigen Kaders. „Das war sicher eine schöne Veranstaltung heute“, meinte Trainer Thomas Happe. „Aber ich hätte auch am liebsten mit allen Stammkräften gespielt.“ So hielten sich die Erkenntnisse für Happe diesmal in Grenzen. Im Vordergrund stand ohnehin der demonstrative Schulterschluss mit der treuen Fangemeinde, die trotz des Abstiegs voller Enthusiasmus scheint. Minutenlang skandierten die Anhänger, für die es nach Spielschluss Freibier gab: „Wir steigen wieder auf, olé olé!“ Für die Frauen des Zweitliga-Favoriten ein klarer Auftrag: Der Aufenthalt im Unterhaus darf maximal ein Jahr dauern. Um den Ansprüchen zu genügen, müssen nun aber erstmal alle Patienten möglichst schnell fit werden. Happe ist noch guter Hoffnung, dass er zum Saisonstart am 15. September wieder auf alle Leistungsträger setzen kann. Ansonsten konnte der 49-Jährige mit Genugtuung registrieren, dass er mit Rebekka Titze einen sehr brauchbaren und vor allem auch preiswerten Ersatz für Torfrau Jokelyn Tienstra in seinen Reihen hat. Der Zugang aus Neuss kam in der zweiten Hälfte gegen Leverkusen zum Einsatz und überzeugte. Einen ordentlichen Eindruck hinterließ auch Steffi Glathe im Rückraum, ebenso die Nachwuchskräfte aus Reserve und A-Jugend – Linksaußen Annika Kriwat etwa fügte sich nahtlos ein.