Mit frischem Mut zum Spiel in Halle-Neustadt

Eine Lernstunde

Beim Anruf wartet Alice Vogler gerade auf ihr Essen. Die ärgerliche 24:28-Niederlage der Handballerinnen von Borussia Dortmund letztes Wochenende gegen Rosengarten-Buchholz hat ihr nicht den Appetit verdorben.

DORTMUND

von Von Gerd Strohmann

, 14.10.2011, 18:04 Uhr / Lesedauer: 1 min
Will jetzt nicht verkrampfen: Alice Vogler.

Will jetzt nicht verkrampfen: Alice Vogler.

Am Sonntag (16 Uhr) geht es zum SV Union Halle-Neustadt, zu einem Team, das bisher in der Liga noch keine nachhaltigen Duftmarken hinterlassen hat. Zwei Punkte stehen auf der Habenseite, und auch wenn Vogler überzeugt ist, „die Spielerinnen sind alle gut ausgebildet, da müssen wir schon sehr wachsam sein“, so kommt sie doch zu dem Schluss, „es sollte eine Aufgabe sein, die machbar ist“. Da würde es allerdings entscheidend helfen, wenn die Mannschaft aus dem 24:28 manches mitnehmen könnte. „Lehrstunde nein, Lernstunde sehr wohl“, auf diese Formel bringt Alice Vogler das Geschehen am letzten Wochenende. Die Truppe sei ja nicht vorgeführt worden, aber sie habe schon den Eindruck gehabt, „dass wir dieses Spiel nie gewinnen konnten, auch wenn wir fünf Stunden gespielt hätten“.

Es sei einfach eine Partie gewesen, in der es vorn und hinten an der nötigen Sicherheit gefehlt habe. Hinzu kam, dass den Schwarzgelben von Beginn an der Schneid abgekauft wurde, „das Team hat die aggressive Spielweise des Gastes nicht verpackt“. Und schon hätten sich die Mängel gehäuft: Keine vernünftige Laufarbeit ohne Ball, der BVB konnte sein Tempospiel nicht durchsetzen, vielleicht auch nicht der Glaube an sich selbst, obwohl das Team doch sonst bei Rückständen eine Antwort parat habe. Am Sonntag soll alles wieder besser werden. Denn erstens konnte eine neue Niederlage der Trainerin doch den Appetit verderben, zweitens wäre die immer noch ordentliche Ausgangs-Position dahin. Und gelernt hätte man dann auch nichts.

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