Spriestersbach geht mit einem weinenden Auge

DORTMUND Die Erste verlässt den taumelnden Klub, der am Dienstag bekannt gewordene Wechsel von BVB-Rückraumspielerin Svenja Spriestersbach zum Handball-Bundesligisten Buxtehuder SV aber steht in keinem Zusammenhang mit dem drohenden Ende des Bundesliga-Handballs in Dortmund.

von Von Dirk Krampe

, 03.03.2009, 18:21 Uhr / Lesedauer: 1 min
Spriestersbach geht mit einem weinenden Auge

Svenja Spriestersbach: Rückkehr nach gut 18 Monaten.

"Die Entscheidung ist über Wochen gereift, es ist ein zufälliges zeitliches Zusammentreffen", erklärte die 27-Jährige auf Anfrage dieser Zeitung. "Ich glaube, dass die Zeit reif ist für eine Veränderung und eine neue Herausforderung."2006 aus Rostock

Spriestersbach war 2006 vom damaligen Bundesliga-absteiger PSV Rostock zum BVB gewechselt. Vor allem in der Zweitliga-Saison und auch in dieser Spielzeit erreichte die wurfgewaltige Rechtshänderin, die mal auf dem Sprung zur A-Nationalmannschaft war, nicht mehr ihre alte Leistungsgrenze. "Das war für beide Seiten unbefriedigend", gesteht die Sozialpädagogik-Studentin. 

In den drei Jahren in Dortmund "ist mir der Klub ans Herz gewachsen", gesteht Spriestersbach. "Der Weggang fällt mir nicht leicht." In Buxtehude hat sie einen Zweijahresvertrag unterschrieben - der Klub hat mit ihr einiges vor.

Aufbruchsstimmung

Unterdessen hält die Wut über die für viele Fans unverständliche Vorstandsentscheidung unvermindert an. Im Gästebuch auf der Internet-Seite der BVB-Frauen werden freilich auch Lösungsmöglichkeiten diskutiert. Tenor: Der Handball im BVB darf nicht sterben.

Von vielen wird dabei die ins Spiel gebrachte Spielbetriebs-GmbH favorisiert. Aber auch andere Ideen werden diskutiert: Die Einrichtung eines Spendenkontos, eine Internet-Seite, auf der Fans Pixel kaufen können ähnlich wie in Köln, wo für Lukas Podolski gesammelt wird. "Wir spüren eine Aufbruchsstimmung", sagte gestern Sportleiter Jochen Busch.Vertrauensvorschuss

Bis auf Spriestersbach halten sich alle andere Spielerinn ihre Zukunft noch offen. Es ist ein großer Vertrauensvorschuss.

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