Tapfer gewehrt: BVB-Frauen nur 25:28 gegen Nürnberg

DORTMUND Das Häuflein Aufrechter bei den Handball-Frauen des BVB, also diejenigen, die nicht krank oder verletzt sind, wehrte sich am Samstag tapfer gegen den amtierenden Meister. Am Ende stand ein 25:28 (12:13) gegen den 1. FC Nürnberg - ein Achtungserfolg.

von Von Dirk Krampe

, 29.03.2009, 00:09 Uhr / Lesedauer: 2 min
Tapfer gewehrt: BVB-Frauen nur 25:28 gegen Nürnberg

Miranda Robben: Stark verbessert und sicher vom Siebenmeterpunkt.

So war die Stimmung auch weitaus besser als noch vor zwei Wochen, als Dortmund Oldenburg unterlag und unter der damals noch bestehenden Ungewissheit litt. "Die Mädels", meinte Trainer Gustl Wilke, "verdienen allen Respekt. Sie haben in jeder Sekunde alles gegeben." Wilke machte aus der Not (Zuzana Porvaznikova und Svenja Spriestersbach fehlten verletzt) eine Tugend und stellte Julia Kunze auf Linksaußen, rechts begann Annika Busch. Im Rückraum links trotzte Willemijn Karsten ihrer langen Virusinfektion so gut es ging - bis es auch sie erwischte. Bei der Landung nach einem angetäuschten Wurf kam sie unglücklich auf, humpelte vom Feld und kehrte nicht mehr zurück. "Der Meniskus ist wohl raus- und wieder reingesprungen", meinte sie später. Ihr droht das vorzeitige Saisonende - Montag ist sie zur Kernspin-Untersuchung bestellt.

An ihrer Stelle spielte danach mit Mieke Köhler eine durch, die während der gesamten Saison nur sporadisch zum Einsatz gekommen war. Es war ein Blick in die Zukunft. "Einige haben gezeigt, dass uns vor der 2. Liga nicht bange sein muss", sagte Wilke nach dem Spiel und meine damit in erster Linie Köhler, Kunze und auch Busch, die am Samstag die erste war, die dem BVB ihre Zusage für die kommende Saison gab - trotz eines lukrativen Angebots aus Erfurt vom Thüringer HC. Weil Köhler beständig und mit Mut traf, blieb Dortmund in einer ruppigen und bemerkenswert harten Partie (16 Zeitstrafen, 14 Siebenmeter) bis weit nach der Pause dran. Die Unparteiischen hatten so ihre Probleme mit der konsequenten Regelauslegung auf beiden Seiten, verteilten die Siebenmeter und Strafzeiten vor allem nach der Pause nicht immer zum Verständnis der Trainer. Schade auch, dass sich Mieke Köhler (5 Tore) ein Privatduell mit Latte und Pfosten lieferte - mit etwas mehr Wurfglück und auch in einigen freien Situationen, die zum Beispiel Friederike Lütz vorm Nürnberger Tor sträflich vergab, war für den BVB sogar noch mehr drin.

Die Niederlage basierte auch auf einer Deckungsschwäche auf der rechten Seite, wo Dortmund arge Probleme mit Anja Rösler hatte. Überhaupt  "haben wir nicht konsequent genug zugepackt", monierte Wilke. Zu oft durften die Gäste frei durch die BVB-Deckung spazieren.

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