„Viel Spaß in der Truppe“

DORTMUND Start geglückt. Der BVB hat nicht lange gebraucht, um sich in der 2. Bundesliga zu akklimatisieren. Das 36:19 in Altlandsberg bewies: Für den Ex-Erstligisten darf es nur eine Richtung geben – zurück ins Oberhaus.

von Von Thomas Rellmann

, 17.09.2007, 17:36 Uhr / Lesedauer: 1 min
Manuela Fiedel traf sechs Mal in Oyten.

Manuela Fiedel traf sechs Mal in Oyten.

Auch wenn es seit einigen Jahren im Handball keinen Kapitän mehr gibt, Manuela Fiedel ist so etwas wie die Anführerin der verjüngten Truppe. Im Interview ordnet sie den Auftaktsieg ein, schildert die Perspektiven und die Vorteile der Zweitklassigkeit.

War das der perfekte Start? Fiedel: Eigentlich ja. Es war für mich vor allem der erste Auswärtssieg, seitdem ich in Dortmund bin – und das nach über einem Jahr. Da haben wir uns tierisch gefreut.

Welches Team kann dem BVB in der Nordstaffel am ehesten gefährlich werden? Fiedel: Theoretisch dürfte uns da nichts passieren. Aber wir haben ja schon in der Vorbereitung gesehen, wie schnell es mit Verletzungen gehen kann, einige Ausfälle kann man nicht kompensieren. Aber ich kenne die Liga überhaupt nicht, wir müssen nur jedes Spiel ernst nehmen.

Wo liegen die Stärken des neuen Kaders? Fiedel: Wir haben viele Individualisten, aber auch ganz verschiedene. Svenja Spriestersbach oder Mieke Köhler sind Werfertypen, wir anderen aus dem Rückraum eher Spielertypen. Ich denke, es ist die Kombination, die uns ausmacht. Wir haben viel Spaß mit der Truppe. Dass wir in dieser Besetzung zusammen geblieben sind, ist ja schon aussagekräftig.

Wie groß ist der Ärger, mit dieser vermeintlich erstligatauglichen Truppe nur zweitklassig zu spielen? Fiedel:  Natürlich verfolgen wir die 1. Liga mehr denn je. Und wenn man die Ergebnisse sieht, ärgert man sich schon hier und da. Aber wir haben ein primäres Ziel, das ist der Aufstieg, daran orientieren wir uns.

Taugt die 2. Liga auch als Experimentierfeld? Fiedel: Klar, junge Spielerinnen bekommen mehr Anteile. Man sieht, dass zum Beispiel Steffi Glathe viel Selbstvertrauen sammelt.

Sie sind sechs Rückraumspielerinnen für drei Positionen... Fiedel:  Stimmt. Das ist ein gesunder Konkurrenzkampf. Einige von uns sind aber auch variabel einsetzbar. Ich selbst habe zum Beispiel überhaupt kein Problem damit, Linksaußen zu spielen.

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