Wilke will nochmal staunen

BVB-Frauen in Zwickau

Es kam selten vor in dieser Spielzeit, dass Gustl Wilke (66) von seinen BVB-Handballfrauen positiv überrascht wurde. Jetzt ist die Hoffnung da, dass dies sogar gleich zwei Mal in Folge gelingen kann.

DORTMUND

von Von Dirk Krampe

, 03.03.2011, 20:57 Uhr / Lesedauer: 1 min
Siegen macht so viel Spaß: Julia Wolf (l.) und Stella Kramer jubelten nach dem Überraschungserfolg am vergangenen Wochenende. Am Samstag geht`s nun nach Leipzig.

Siegen macht so viel Spaß: Julia Wolf (l.) und Stella Kramer jubelten nach dem Überraschungserfolg am vergangenen Wochenende. Am Samstag geht`s nun nach Leipzig.

Ein Erfolg beim zwei Zähler schlechteren Tabellennachbarn würde auch den seit dem vergangenen Wochenende neu gekeimten Playoff-Hoffnungen neue Nahrung geben. Doch leise Zweifel sind beim Trainer vor der Auswärts-Mammutaufgabe mit der 466 Kilometer langen Reise nicht zu überhören. „Denn wenn auf eins Verlass war“, sagt Wilke, „dann auf unsere Inkonstanz.“ Die Serie, dass auf ein gutes Spiel prompt ein oder zwei schlechte Partien folgen, gilt es zu durchbrechen. Und nicht nur Wilke ahnt, dass eine Leistung nahe am Limit ähnlich der vom Bensheim-Wochenende notwendig sein wird. Denn Zwickau gelang da eine ähnlich große Überraschung mit dem Sieg in Metzingen, der dazu „hoch verdient war“, wie Wilke beim Videostudium beobachten konnte.

Aus dem Hinspiel, das Dortmund mit 32:27 und nur mit einiger Mühe für sich entscheiden konnte, ist Wilke noch bekannt, dass mit Rückraumschützin Petra Starcek und der quirligen Rechtsaußen Emi Uchibayashi die beiden gefährlichsten BSV-Spielerinnen benannt sind. Verstärkung haben die Ostdeutschen in Person von Alexandra Uhlig erhalten, die in dieser Saison lange für Blomberg spielte. „Insgesamt“, meint Wilke, „ist das eine richtig gut besetzte Mannschaft, die dazu den Heimvorteil im Rücken hat.“ Beim BVB verlief die Woche durchwachsen. Zuzana Porvaznikova quält sich immer noch bei der Aufarbeitung ihres Rückstands nach der Virus-Infektion, Kira Brandes (Grippe) und Nicola Scholl (beruflich verhindert) haben gar nicht trainiert. Zweittorhüterin Marina Wilkus (Zerrung) konnte dies auch nicht, so dass der Trainer erwägt, eine dritte Torhüterin vorsorglich mitzunehmen´.

  • Torfrau Magdalena Chemicz (Schulter ausgekugelt) will in der kommenden Woche mit leichtem Mannschaftstraining beginnen und strebt ein Comeback am 9. April gegen Nellingen an. Ins Lauftraining ist Natasha Kocevska eingestiegen. Dagmara Kowalska steckt dagegen noch mitten in der Reha.