„Wir haben unser erstes Etappenziel erreicht“: Knapper Sieg für BVB-Handballerinnen

Handball: DHB-Pokal

Borussia Dortmund bezwingt zum zweiten Mal in wenigen Tagen den deutschen Meister Bietigheim und steht im Final4 um den DHB-Pokal. Zwischenzeitlich sah es allerdings nicht nach einem Sieg aus.

Dortmund

, 08.01.2020, 22:02 Uhr / Lesedauer: 2 min
„Wir haben unser erstes Etappenziel erreicht“: Knapper Sieg für BVB-Handballerinnen

Kelly Dulfer steuerte sechs Treffer zum Sieg des BVB dazu. © Ludewig

Andreas Bartels prophezeite es schon vor der Partie: Ein so eindeutiges Spiel wie beim Bundesligasieg vor zwei Wochen werde es gegen Bietigheim dieses Mal sicher nicht, erklärte der stellvertretende Abteilungsleiter der BVB-Handballabteilung wenige Minuten vor dem Anpfiff des DHB-Pokal-Viertelfinals – er sollte Recht behalten.

Mit 29:27 setzten sich die BVB-Handballerinnen in einer eng umkämpften Partie unter den Augen von BVB-Präsident Reinhard Rauball und Bürgermeister Ulrich Sierau durch – und stehen damit im Final4 um den DHB-Pokal in Stuttgart Ende Mai. „Unser erstes Etappenziel ist erreicht, wir haben zwei Bundesligisten rausgeschmissen und stehen jetzt in Stuttgart“, freute sich BVB-Trainer André Fuhr nach der Partie.

„Den Faden verloren“

Im Gegensatz zum Bundesligaspiel gingen dieses Mal die Gastgeberinnen aus Dortmund früh in Führung. Starke Tore von Kelly Dulfer und noch stärkere Paraden von Torhüterin Rinka Duijndam zwangen die Gäste zur ersten Auszeit nach acht Minuten – und das bei einem Stand von 5:1 für Schwarzgelb.

Es lief richtig gut für die Borussia, Linksaußen Bogna Sobiech erhöhte nach 10 Minuten auf 7:2. „Danach haben wir den Faden verloren, wir haben es ein bisschen zu leicht genommen“, erklärte Trainer André Fuhr das, was nach den ersten zehn Minuten der Partie passierte.

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Bietigheim spielte die 6:0-Deckung jetzt sehr offensiv, kämpfte sich Tor um Tor heran, der schwarzgelbe Vorsprung schmolz dahin. In der 20. Minute gab es beim Stand von 13:10 aus BVB-Sicht dann auch noch zwei Minuten für Kelly Dulfer. Die Bietigheimerinnen nutzten ihre Chance – zur Halbzeit führte das Team von Andé Fuhr nur noch 16:15.

BVB-Spielerinnen treffen drei Mal Aluminium

Nach der Pause starteten die Borussinnen dann fahrig, machten technische Fehler – in der 34. Minute passierte es dann: Bietigheim ging 17:16 in Führung. Borussin Aleksandra Zych hielt den BVB aber im Spiel (18:18, 36.). Ex-Nationalspielerin Anna Loerper griff Zych in der Folge ein paar Mal an den Hals, das ahndeten die Schiedsrichter allerdings nicht. Als es dann eine umstrittene Zwei-Minuten-Strafe für Kelly Dulfer gab, waren die Borussinnen und die BVB-Fans in der Halle Wellinghofen richtig sauer.

Mit Wut im Bauch kämpfte der BVB weiter, vor allem Rinka Duijndam zeigte eine starke Parade nach der anderen, André Fuhrs Team behauptet eine hauchdünne Führung (21:20, 46.), hatte auch viel Pech: Drei Mal stand das Aluminium Kelly Vollbregt, Kelly Dulfer und dann Alina Grijseels im Weg. Das Glück kehrte aber zurück zu Schwarzgelb, per schnellem Gegenstoß machte Bogna Sobiech in der 52. Minute das 24:21. In den letzten fünf Minuten nahm Bietigheim Kelly Dulfer in Manndeckung, aber als Alina Grijseels in der 59. Minute per Siebenmeter zum 28:25 traf, war das Spiel entschieden.

Wellinghofen konnte also erneut einen Sieg gegen den deutschen Meister feiern – und dazu noch den Einzug in das Halbfinale des DHB-Pokals. „Das ist ein mega gutes Gefühl“, sagte Torhüterin Rinka Duijndam, die mit ihren Paraden maßgeblich zum Erfolg beitrug, nach dem Spiel. „Ich hatte schon in der letzten Woche ein gutes Gefühl und freue mich, wenn ich das dann auf dem Platz zeigen kann.“

Bis kommenden Sonntag stehen auch die restlichen Teilnehmer des Final4 in Stuttgart fest.

BVB: Roch, ten Holte, Duijndam – Grijseels (5/3), Müller-Korn (1), Smits (2), Dulfer (6), Bleckmann, Zych (1), Weisheitel, Freriks (4), Stockschläder, Fujita, Vollebregt (3), Sobiech (7/3)

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