Youngster rücken in den Fokus

DORTMUND Der Trainer hatte sich schon lange vorher festgelegt: In den nächsten Wochen sollen Marieke Köhler und Linda Barz Erfahrungen sammeln, so oft es geht. Beim Rückrundenauftakt gegen den Aufsteiger aus Brandenburg konnte Thomas Happe sein Vorhaben früh in die Tat umsetzen. Und das mit Erfolg.

von Von Thomas Rellmann

, 19.01.2008, 22:19 Uhr / Lesedauer: 1 min

„Mieke“, so der Coach, „hat richtig gut gedeckt. „Vorne hat sie zwar nicht alle Chancen genutzt, aber Mut bewiesen.“ Die Gelobte selbst, die schon vorher wusste, dass sie vermehrt in den Fokus rücken würde, freute sich zunächst mal über die Gelegenheit sich zu beweisen. „Die erste Hälfte war okay. Ich habe bei den ersten beiden Würfen gar nicht nachgedacht und sie gleich reingehauen.“ Der Schlüssel für eine engagierte Vorstellung. „Wenn man länger spielt, will man es natürlich besonders gut machen. Das ist dann manchmal auch eine Kopfsache.“ Die die 20-Jährige  weitgehend zur Zufriedenheit löste, auch dank ihrer fünf Treffer. Auch als sie Mitte des zweiten Durchgangs von halblinks nach halbrechts wechselte. „Im Training spiele ich auf beiden Positionen, das war kein Problem. Halbrechts komme ich besser ins Eins-gegen-Eins, halblinks kann ich besser schießen.“

Strahlende Linda Barz

Nicht minder glücklich war Linda Barz. Das Teamküken strahlte nach der Schlusssirene übers ganze Gesicht. „Ich war schon etwas nervös. Gerade als es auf der Bank hieß: ‚Mach dich fertig!’ Aber im Spiel verfliegt das ganz schnell.“ Was laut der 18-Jährigen in erster Linie am Teamgeist liegt: „Die Mannschaft hat uns direkt super integriert. Wenn was schief geht, meckert keiner.“ Die Außenspezialistin, die eigentlich noch in der A-Jugend spielen könnte, will jetzt baldmöglich den nächsten Schritt machen: „Es ist ein tolles Gefühl, in dieser Truppe zu spielen. Aber ich bin sehr ehrgeizig, es geht immer noch besser.“ Diese Einstellung ist gewiss keine schlechte Basis für die nächsten Jahre.