2:3 - BVB blamiert sich in Osnabrück

Pokalaus kostet Millionen

OSNABRÜCK Borussia Dortmund ist im Achtelfinale des DFB-Pokals gescheitert und hat sich zu allem Überfluss bis auf die Knochen blamiert. Beim Drittligisten VfL Osnabrück kassierte der BVB am Dienstagabend eine 2:3 (0:2)-Niederlage.

von Von Sascha Fligge

, 27.10.2009, 22:51 Uhr / Lesedauer: 2 min
Angelo Barletta jubelt, Jakub Blaszczykowski ist fassungslos.

Angelo Barletta jubelt, Jakub Blaszczykowski ist fassungslos.

Der Coach hatte wie schon beim 2:0 gegen Bochum und dem 1:1 in Leverkusen auf ein 4-2-3-1-System gesetzt – einziger Unterschied: Statt des am Spann verletzten Sven Bender spielte der brasilianische Ex-Nationalspieler Tinga nach auskurierter Leisten-Verletzung im Mittelfeld. Auf dem Rasen stellte sich schnell das Erwartete ein: Dortmund mit mehr Ballbesitz, athletischen Vorteilen und dem flüssigeren Kombinationsspiel. Statistiker notierten nach 20 Minuten 77 Prozent Ballbesitz für den BVB – doch Chancen erspielte sich der Favorit aufgrund mangelnder Passpräzision beim Drittliga-Fünften nicht. Letzterem reichten zwei zielstrebig vorgetragene Aktionen zur 2:0-Führung: Weil Patrick Owomoyela im eigenen Strafraum unter dem Ball hersegelte, Neven Subotic halbherzig zu Werke ging und Nelson Valdez Osnabrücks Angelo Barletta nur mit dem Fernglas beobachtete, durfte dieser mit einem Fallrückzieher aus acht Metern vollenden (37.). Fünf Minuten später ließ sich Valdez vor Barlettas Kopfball nach einem Eckball erneut „abkochen“ – 2:0 für den VfL.Le Tallec verletzt sich Das Stadion vibrierte nun unter der Last der Jubelnden. Wie schon in der zweiten Pokalrunde gegen den Hamburger SV (7:5 nach Elfmeterschießen) schien der David aus Liga drei einen Fußball-Goliath aus dem Wettbewerb schmeißen zu können… In der Pause muss Klopp ein Donnerwetter losgelassen haben, denn sein Team, das den eingewechselten Damien Le Tallec schnell wieder ersetzen musste (Schulterverletzung), kam inbrünstiger und spürbar zielstrebiger aus der Kabine. Nach Blaszczykowskis Freistoß verkürzte Nuri Sahin auf 1:2 (55.), Lucas Barrios traf den Pfosten (61.). Jetzt keimte bei den 3000 BVB-Fans unter den 16250 Hoffnung auf.

Doch die zerstörte Osnabrück mit Rasanz. Die 70. Minute: Benjamin Siegert schließt einen Konter nach Subotics nächstem Patzer eiskalt ab – 3:1 für den VfL. Barrios (90. +5) konnte in der Nachspielzeit nur noch verkürzen.

Lesen Sie jetzt