Ärgerlicher Gegentreffer und wieder Aluminium-Pech

Subotic selbstkritisch

18 Gegentore in 30 Spielen, mit dieser stolzen Marke reiste Borussia Dortmund am Samstag zum Borussen-Duell nach Mönchengladbach. Dort kassierte der BVB bei der 0:1-Niederlage Gegentreffer Nummer 19. Nicht nur aufgrund der Pleite ein äußerst ärgerlicher, sondern auch aufgrund der Entstehung.

DORTMUND

von Von Matthias Dersch

, 23.04.2011, 22:05 Uhr / Lesedauer: 1 min
Enttäuschte Borussen (v.l.): Lucas Barrios, Marcel Schmelzer und Mats Hummels.

Enttäuschte Borussen (v.l.): Lucas Barrios, Marcel Schmelzer und Mats Hummels.

Antonio da Silva, der Vertreter Nuri Sahins, hatte mit einem unnötigen Querpass im Mittelfeld in der 35. Minute einen Gladbacher Konter eingeleitet und Neven Subotic in einen Zweikampf mit Mohamadou Idrissou verwickelt. Zunächst schien es, als würde der BVB-Innenverteidiger als Sieger aus dem Duell hervorgehen. Doch mit einer einfachen Körpertäuschung ließ Gladbachs Stürmer seinen wesentlich jüngeren Gegenspieler ins Leere laufen und zog davon."Typischer Stürmertrick" „Der geht auf meine Kappe“, bilanzierte Subotic nach der Partie selbstkritisch. „Idrissou hat mich mit einem typischen Stürmertrick ausgespielt. Darauf darf ich nicht reinfallen.“ Tat er aber doch, und so lief die Dortmunder Borussia 55 Minuten einem Rückstand hinterher, der es den Gladbachern ermöglichte, sich in ihr Schneckenhaus zurückzuziehen. Den Schwarzgelben fehlte an diesem Tag die Kreativität, das Überraschende, um die deutlichen Feldvorteile in Zählbares umzumünzen. „Wir haben uns die Bälle zu oft in den Fuß und nicht in den Lauf gespielt“, so Subotic, „das war unkreativ und auch unkonzentriert. So haben wir es dem Gegner leicht gemacht.“ An der möglichen Meisterschaft, die bei einem Punktverlust Leverkusens bereits in Gladbach unter Dach und Fach hätte gebracht werden können, habe das nicht gelegen. „Wir wollen ohnehin jedes Spiel gewinnen. Das war auch heute der Fall.“Aluminium-Treffer 21 und 22 Als Beleg für seine Argumentation führte Subotic die stark verbesserte zweite Hälfte seiner Mannschaft auf. Doch auch nach dem Seitenwechsel fehlte dem noch immer souveränen Liga-Spitzenreiter das nötige Fortune. Wieder einmal traf der BVB erst durch Mario Götze (Latte) und dann durch Marcel Schmelzer (Pfosten) nur das Torgehäuse. Es waren bereits die Aluminium-Treffer Nummer 21 und 22 in dieser Spielzeit. „Irgendwie wollte es einfach nicht passen“, sagte Subotic. „Jetzt müssen wir im nächsten Spiel gegen Nürnberg beweisen, dass wir zu Recht die Nummer eins sind.“

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