Antonio da Silva kann Nuri Sahin nicht gleichwertig ersetzen

Bürde zu schwer

Durch das Fehlen von Nuri Sahin (Innenbandanrisses im Knie) traten die Schwarzgelben in Mönchengladbach ohne ihr Herzstück an. Und das machte sich defensiv wie offensiv bemerkbar.

DORTMUND

von Von Matthias Dersch

, 25.04.2011, 18:38 Uhr / Lesedauer: 1 min
Vor der Verantwortung duckte sich Antonio da Silva (r.) nicht, dennoch war er kein gleichwertiger Sahin-Ersatz.

Vor der Verantwortung duckte sich Antonio da Silva (r.) nicht, dennoch war er kein gleichwertiger Sahin-Ersatz.

Einen Vorwurf an die Adresse Antonio da Silvas wollte der Innenverteidiger damit nicht richten. Im Gegenteil, Subotic bemühte sich, den Sahin-Vertreter gegen die aufkeimende Kritik zu verteidigen. „Toni hat eine gute Partie und auch einige schöne Bälle gespielt“, meinte der Serbe. Doch das war nur die halbe Wahrheit. Denn auch wenn da Silva mit einem gut getimten Abspiel auf Mario Götze Dortmunds größte Chance der ersten Hälfte einleitete (45.), konnte er Sahin in Gladbach zu keinem Zeitpunkt gleichwertig ersetzen.

Die Bürde, die sich der Brasilianer nach seiner Vertragsverlängerung (bis 2012) unter der Woche möglicherweise selbst auferlegt hatte, war am Samstagabend zu schwer für den Ex-Mainzer. Immer wieder wählte der 32-Jährige den komplizierten Weg anstatt zur einfachen Lösung zu greifen. Auch der Treffer zum 0:1 (35.) fiel, weil er statt zum sicheren Rück- zum riskanten Querpass griff. Gelegenheit, es besser zu machen, bietet sich da Silva bereits am Samstag gegen Nürnberg (15.30 Uhr). Mangels Alternativen ist er für die letzten drei Partien der Saison gesetzt.

  • Dienstag oder Mittwoch wird Patrick Owomoyela (Sehnenriss in der Hüftmuskulatur) aus dem Dortmunder Knappschaftskrankenhaus entlassen. Vier Monate lang wird der Rechtsverteidiger ersten Prognosen zufolge pausieren müssen. „Ein Riesenbrocken, den ich nicht so leicht schlucken kann“, sagt er. Der BVB hat noch nicht entschieden, ob er Ersatz verpflichtet. „Wir überdenken das“, sagt Sportdirektor Michael Zorc, „wir müssen erst genau sehen, wann er wiederkommt.“
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