Auch Dortmunds Defensive im Generalstreik

Nach 1:3 in Piräus

In den Gesichtern der Spieler Borussia Dortmunds spiegelte sich nach dem 1:3 in Piräus so etwas wie Fassungslosigkeit wider. Wie konnte das nur passieren? Und wie war das zu erklären?

ATHEN/DORTMUND

von Von Dirk Krampe

, 20.10.2011, 16:54 Uhr / Lesedauer: 2 min

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Champions League: Olympiakos Piräus - BVB

Bilder von der Champions-League-Partie Olympiakos Piräus gegen Borussia Dortmund.
20.10.2011
/
Drei Gegentore in Marseille, drei Gegentore in Piräus - die BVB-Probleme liegen derzeit vor allem im Defensivbereich.© Foto: dpa
Robert Lewandowski (l.) erzielt das 1:1.© Foto: dpa
Pure Enttäuschung auf der Dortmunder Bank.© Foto: dpa
Kevin Großkreutz nach Spielende.© Foto: dpa
Enttäuschte Borussen nach Spielende: Moritz Leitner (l.), Jürgen Klopp.© Foto: dpa
Shinji Kagawa (r.) ist vor Olof Mellberg am Ball. © Foto: dpa
Jose Holebas (M.) köpft zum 1:0 ein.© Foto: dpa
Robert Lewandowski (l.) feiert mit Ivan Perisic das Ausgleichstor.© Foto: dpa
Mats Hummels (l.) und Avraam Papadopoulos im Kampf um den Ball. © Foto: dpa
Ivan Perisic (hinten) und Robert Lewandowski bejubeln das 1:1.© Foto: dpa
Neven Subotic nach dem 2:1 für Piräus.© Foto: dpa
Die Dortmunder Defensive offenbarte in Piräus eklatante Schwächen.© Foto: dpa
Robert Lewandowski ist frustriert.© Foto: dpa
BVB-Trainer Jürgen Klopp am Spielfeldrand.© Foto: dpa
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Mats Hummels zum Beispiel, den es ehrt, dass er auch nach einer Partie Rede und Antwort stand, in der er selbst eine der tragischen Figuren war, weil er das vielleicht schlechteste Spiel seiner BVB-Zeit abgeliefert hatte. „Unsere Gegner“, meinte Hummels, „müssen sich für ihre Tore ja nicht mal anstrengen. Sie schießen drei Mal aufs Tor und erzielen drei Treffer.“Dass die Dortmunder Innenverteidigung, die in der Bundesliga zum Besten zählt, was man dort vorfinden kann, in Piräus dem Streikaufruf der griechischen Gewerkschaften folgte, war unerklärlich. Neven Subotic und Mats Hummels diskutierten wort- und gestenreich, Hummels fing sich mehrere lautstarke Ansagen von Torhüter Roman Weidenfeller ein.

Besser wurde es nicht. Und links feierte Marcel Schmelzer ein bemitleidenswertes Comeback. Bei allen Gegentoren hing er dick mit drin. Fehlender Rhythmus, fehlende Positionstreue und fehlendes Timing machten seinen Auftritt zu einem Desaster. Dass der BVB mit Ausnahme der starken Lewandowski und Götze auch offensiv gerade nach der Pause kaum Durchschlagskraft entwickelte und mit seinen Chancen (Perisic, Kagawa, Götze) weiter schlampig umging, ging im defensiven Chaos beinahe unter. Es war ein Spiel, das viele Fragen aufwarf. „Wir verstehen nicht, was da passiert ist“, meinte Hummels nachdenklich.

Samstag kommt der 1. FC Köln in den Signal Iduna Park – eine Partie, in der es darum geht, dass die eigentlich schon kräftige Pflanze des Aufschwungs in der Liga nicht gleich wieder vertrocknet.

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Drei Gegentore in Marseille, drei Gegentore in Piräus - die BVB-Probleme liegen derzeit vor allem im Defensivbereich.© Foto: dpa
Robert Lewandowski (l.) erzielt das 1:1.© Foto: dpa
Pure Enttäuschung auf der Dortmunder Bank.© Foto: dpa
Kevin Großkreutz nach Spielende.© Foto: dpa
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Robert Lewandowski (l.) feiert mit Ivan Perisic das Ausgleichstor.© Foto: dpa
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Ivan Perisic (hinten) und Robert Lewandowski bejubeln das 1:1.© Foto: dpa
Neven Subotic nach dem 2:1 für Piräus.© Foto: dpa
Die Dortmunder Defensive offenbarte in Piräus eklatante Schwächen.© Foto: dpa
Robert Lewandowski ist frustriert.© Foto: dpa
BVB-Trainer Jürgen Klopp am Spielfeldrand.© Foto: dpa
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Über die Aussichten in der Königsklasse mochte niemand reden. „Das ist jetzt nicht der richtige Zeitpunkt“, meinte Trainer Jürgen Klopp. Auch bei ihm saß der Frust tief: „Wir spielen ja nicht Champions League, um Europa zu bereisen.“ Klopp war geschockt. Optimismus konnte auch er in diesem Moment nicht verbreiten.

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