Bei Neapel droht nicht nur durch Gonzalo Higuain Gefahr

Duell der Pressingsysteme

Das Spiel gegen die SSC ist nicht nur wegen der Ausgangslage ein besonderes für die Borussia. Auch aus taktischer Sicht bietet sich eine nicht alltägliche Herausforderung: Neapel verfolgt einen ähnlichen Ansatz wie der BVB und ist eine der wenigen Mannschaften, die individuell und taktisch mit den Schwarzgelben mithalten können. Unsere Analyse.

DORTMUND

von Von Martin Rafelt

, 26.11.2013, 14:11 Uhr / Lesedauer: 2 min
Neapels dribbelstarker Flügelspieler Lorenzo Insigne (l.) könnte Kevin Großkreutz und den BVB vor unangenehme Aufgaben stellen.

Neapels dribbelstarker Flügelspieler Lorenzo Insigne (l.) könnte Kevin Großkreutz und den BVB vor unangenehme Aufgaben stellen.

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Champions League, 1. Spieltag: SSC Neapel - BVB 2:1 (1:0)

Platzverweis, Verletzungspech und ein tobender Trainer auf der Tribüne: Borussia Dortmund hat nach dem berauschenden Fußball-Märchen der Vorsaison einen schmerzhaften Fehlstart in die neue Champions-League-Spielzeit erwischt. Der BVB unterlag am Mittwochabend beim SSC Neapel zum Auftakt der schweren Gruppe F mit 1:2 (0:1). Gonzalo Higuaín (29. Minute) per Kopf und Lorenzo Insigne (67.) mit einem tollen Freistoß trafen vor 55 766 Zuschauern für den Spitzenreiter der italienischen Serie A. Juan Zúñigas Eigentor (87.) kam für die Dortmunder zu spät.
18.09.2013
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Zweikampf zwischen Jakub Blaszczykowski (r.) und Camilo Zuniga.© Foto: DeFodi
BVB-Trainer Jürgen Klopp muss auf die Tribüne.© Foto: DeFodi
Mats Hummels (M.) musste kurz vor der Pause verletzt ausgewechselt werden.© Foto: DeFodi
Schiedsrichter Pedro Proenca (l.) zeigt BVB-Torhüter Roman Weidenfeller die Rote Karte.© Foto: DeFodi
Mitchell Langerak (M.) streckt sich vergeblich, der Ball schlägt zum 2:0 im Winkel ein.© Foto: DeFodi
Enttäuscht: Nuri Sahin (r.).© Foto: DeFodi
Henrikh Mkhitaryan in Aktion.© Foto: DeFodi
Enttäuschte Borussen nach den Abpfiff (v.l.): Neven Subotoc, Pierre-Emerick Aubameyang und Sven Bender.© Foto: DeFodi
Luftduell zwischen Neven Subotic (r.) und Miguel Britos.© Foto: DeFodi
Kevin Großkreutz (r.) "bearbeitet" Lorenzo Insigne.© Foto: DeFodi
Sven Bender (r.) verfolgt Marek Hamsik.© Foto: DeFodi
Lorenzo Insigne (r.) bejubelt sein Traumtor zum 2:0.© Foto: dpa
Duell zwischen Marcel Schmelzer (l.) und Jose Callejon.© Foto: DeFodi
Jakub Blaszczykowski regt sich auf.© Foto: DeFodi
Die Szene des Abends: Schiedsrichter Pedro Proenca (2.v.r.) zeigt BVB-Torhüter Roman Weidenfeller die Rote Karte.© Foto: dpa
Jürgen Klopp wurde nach dem 1:0 auf die Tribüne geschickt.© Foto: dpa
Dieser Freistoß geht am BVB-Tor vorbei.© Foto: dpa
Gonzalo Higuain (r.) bejubelt seinen Treffer zum 1:0.© Foto: dpa
Gonzalo Higuain (M.) erzielt das 1:0.© Foto: dpa
Jose Callejon (M.) setzt sich gegen Marco Reus und Henrikh Mkhitaryan durch. © Foto: dpa
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In intensiveren Pressingphasen gehen die Neapolitaner in eine Art 4-2-4 über. Die Flügelspieler rücken dynamisch auf, meist schieben sie weit ins Zentrum. So werden die gegnerischen Sechser massiv unter Druck gesetzt oder die Innenverteidiger von mehreren Seiten attackiert. Neapel zwingt den Gegner so auf den Flügel, rückt kompakt hinterher und nagelt ihn fest. Spielt der Gegner nicht schnell und sauber, können blitzschnelle Konter resultieren.

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Platzverweis, Verletzungspech und ein tobender Trainer auf der Tribüne: Borussia Dortmund hat nach dem berauschenden Fußball-Märchen der Vorsaison einen schmerzhaften Fehlstart in die neue Champions-League-Spielzeit erwischt. Der BVB unterlag am Mittwochabend beim SSC Neapel zum Auftakt der schweren Gruppe F mit 1:2 (0:1). Gonzalo Higuaín (29. Minute) per Kopf und Lorenzo Insigne (67.) mit einem tollen Freistoß trafen vor 55 766 Zuschauern für den Spitzenreiter der italienischen Serie A. Juan Zúñigas Eigentor (87.) kam für die Dortmunder zu spät.
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Die Szene des Abends: Schiedsrichter Pedro Proenca (2.v.r.) zeigt BVB-Torhüter Roman Weidenfeller die Rote Karte.© Foto: dpa
Jürgen Klopp wurde nach dem 1:0 auf die Tribüne geschickt.© Foto: dpa
Dieser Freistoß geht am BVB-Tor vorbei.© Foto: dpa
Gonzalo Higuain (r.) bejubelt seinen Treffer zum 1:0.© Foto: dpa
Gonzalo Higuain (M.) erzielt das 1:0.© Foto: dpa
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Dieses aggressive Aufrücken bereitete der Borussia im Hinspiel große Probleme. Vor allem in der Anfangsphase vor dem Platzverweis gegen Weidenfeller dominierten die Italiener durch diese Strategie. Im Laufe des Spiels wurde jedoch auch der strategische Schwachpunkt deutlich: Die Neapolitaner können das aufwändige Pressing nicht durchhalten. Zum Spielende hin formierten sie öfter ein passives 4-4-2 oder 4-4-1-1 – so kam der BVB trotz Unterzahl besser ins Spiel.

Die Schwarzgelben haben aber auch Vorteile: Erstens pressen sie ausgewogener und konstanter, sodass sie länger durchhalten. Zweitens können sie riskanterangreifen, da sie durch ihr Gegenpressing abgesichert werden.Neapel verteidigt nach Ballverlusten klassischer und versucht, möglichst schnell wieder hinter den Ball zu kommen, anstatt ihn sofort zurückzuerobern. So haben sie weniger Mittel als der BVB, um passive Abwehrreihen zu knacken. Am Wochenende gelang kein Treffer gegen den tiefstehenden FC Parma.

Dennoch wird Dortmunds Defensive gefordert werden. Higuain rochiert geschickt im Sturmzentrum und bindet die Innenverteidiger. Das kann Pandev von der Zehnerposition ausnutzen, indem er dynamisch nachrückt. In Verbindung mit den dribbelstarken Flügelspielern Insigne und Callejon ist das sehr unangenehm zu verteidigen. Insofern sind kaum klare Vorteile in diesem Spiel auszumachen. Der BVB benötigt einen klugen Matchplan – und eine sehr starke Tagesform. 

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