Bemühen um Normalität - Volke: "Sicherstes Spiel"

Nach Sprengstoff-Fund

Die Aufregung um den vereitelten Sprengstoffanschlag hat sich etwas gelegt. Am Tag vor dem Spitzenspiel zwischen Dortmund und Hannover wurde wieder mehr über die sportliche Ausgangslage diskutiert. Die wichtigste Frage: Hält der Spitzenreiter dem gewachsenen Druck stand?

DORTMUND

von Von dpa

, 01.04.2011, 13:42 Uhr / Lesedauer: 2 min
Volle Konzentration auf Hannover: Nach dem Fund von Sprengsätzen am Signal Iduna Park will BVB-Trainer Jürgen Klopp wieder den Sport in den Vordergrund rücken.

Volle Konzentration auf Hannover: Nach dem Fund von Sprengsätzen am Signal Iduna Park will BVB-Trainer Jürgen Klopp wieder den Sport in den Vordergrund rücken.

Wie von der BVB-Führung und der Polizei gewünscht, rückten die sportlichen Aspekte des Spitzenspiels zwischen Dortmund und Hannover wieder in den Vordergrund. Wie zuvor Vereinspräsident Reinhard Rauball versuchte auch der BVB-Fanbeauftragte, letzte Sorgen um die Sicherheit zu zerstreuen. „Es wird das wohl sicherste Spiel, das es in Dortmund je gegeben hat“, sagte Jens Volke am Freitag. Trotz der besorgniserregenden Nachrichten über einen vom Bundeskriminalamt vereitelten Anschlag geht Volke davon aus, dass sich kein Zuschauer abschrecken lässt: „Wir hatten nicht eine E-Mail und nicht einen Anruf eines verunsicherten Karteninhabers.“ In einem Treffen zwischen Vereinsvertretern und der Dortmunder Polizei am Freitagmittag wurde über zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen für das Duell des Tabellenführers gegen den Dritten am Samstag (15.30) diskutiert. Zu Ergebnissen dieser Besprechung wollte sich der Verein nicht äußern.

„Wir haben nicht vor zu sagen, ob wir beispielsweise mehr Hunde einsetzen oder die Kontrollen am Eingang verschärfen. Das wäre doch kontraproduktiv“, kommentierte BVB-Mediendirektor Josef Schneck. Dass die Polizei am Donnerstag mit mehr als 100 Beamten das Gelände rund um das größte Bundesliga-Stadion abgesucht hatte, bekamen die Profis auf dem einige Kilometer entfernten Trainingsgelände nur am Rande zu spüren. Ihre ganze Konzentration galt ohnehin der Vorbereitung auf das schwere Spiel gegen die Überraschungsmannschaft aus Hannover. Nach zuletzt zwei sieglosen Partien des BVB hofft die Konkurrenz auf einen Einbruch der Himmelsstürmer. Obwohl der Vorsprung der Borussia binnen zwei Spieltagen von zwölf auf sieben Punkte geschrumpft ist, hat Trainer Jürgen Klopp bei seinen Profis keine Nervosität ausgemacht: „Ich habe schon von weitaus schlimmeren Krisen gehört und zu hundert Prozent das Gefühl, dass wir die richtigen Maßnahmen ergreifen.“

Ähnlich unwirsch wie Klopp reagierte Neven Subotic auf das Gerede von einer einsetzenden Nervenschwäche der Mannschaft. „Wir knicken im Meister-Finale nicht ein. Wir haben immer bewiesen, dass wir auch als junge Truppe mit Druck umgehen können“, sagte der Manndecker der „Bild“ (Freitag). Nicht minder groß ist das Selbstvertrauen der Gäste aus Hannover. Zur Verblüffung der Fachwelt steuern die Norddeutschen auch sieben Spieltage vor dem Saison-Kehraus auf Champions-League-Kurs. „Wir rechnen uns durchaus etwas aus“, sagte Mirko Slomka ungeachtet der deutlichen 0:4-Heimniederlage gegen die Borussia in der Hinrunde.

Bis auf Torhüter Ron-Robert Zieler, der durch Florian Fromlowitz ersetzt wird, stehen dem Trainer alle Stammspieler zur Verfügung. Nach Meinung von Clubchef Martin Kind kann das Team ohne großen Druck aufspielen: „In Dortmund können wir nur gewinnen.“

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