Bender: "Jetzt fühle ich mich wieder gut"

Intensives Training

Nachdem Mario Götze vorzeitig den elitären Kreis des Bundestrainers Joachim Löw verließ, stehen in Mats Hummels und Ilkay Gündogan noch zwei Spieler des amtierenden deutschen Meisters im Kader der Nationalmannschaft, die Dienstagabend im abschließenden EM-Qualifikationsspiel in Düsseldorf auf Belgien trifft.

DORTMUND

von Von Thomas Schulzke und Dirk Krampe

, 10.10.2011, 22:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Einsatz ohne Kompromisse: Sven Bender (l.) in der Champions League gegen Arsenals Yossi Benayoun.

Einsatz ohne Kompromisse: Sven Bender (l.) in der Champions League gegen Arsenals Yossi Benayoun.

Co-Trainer Hansi Flick erklärte Bender im Vorfeld die Gründe für die Nichtnominierung. Aus Sicht der DFB-Verantwortlichen sei es für den Mittelfeldspieler wichtiger, im Klub zu trainieren, damit sein Fitness-Pegel endlich bis zum Maximum ausschlägt. Verletzungen warfen Bender zuletzt immer wieder zurück. Große Teile der Vorbereitung verpasste er in Folge einer Knie-OP, die im Mai unumgänglich war. In Augsburg wurde das lädierte Gelenk damals operiert und vernarbtes Kapselgewebe entfernt. „Es ging nicht mehr“, sagte Bender nach der OP. Nachdem er an den ersten fünf Spieltagen wieder einsatzbereit war, warf ihn eine neuerliche Verletzung zurück.

Diesmal zog sich der Unverwüstliche einen Muskelfaserriss im Hüftbeuger zu, fehlte in den Bundesliga-Partien gegen Hannover 96 (1:2) und gegen den FSV Mainz (2:1). Er hatte zuvor schon sein Mitwirken in den Länderspielen gegen Polen und Österreich aufgrund eines Blutergusses im Knöchel absagen müssen.„Ich mache jetzt das Beste aus der Situation, versuche fit zu werden und meine Leistung zu bringen. Ich würde mich freuen, wenn der Bundestrainer mich dann wieder nominiert“, sagt Bender. Die spielfreie Zeit kam ihm bisher entgegen. Er hat die Woche genutzt, um intensiv in Dortmund zu trainieren. „Jetzt fühle ich mich wieder gut“, betont er.

Das hört BVB-Coach Jürgen Klopp gerne, denn Bender ist mit seinem laufintensiven Spiel und seiner Zweikampfstärke unersetzlich im 4-2-3-1-System des Meisters. In der vergangenen Saison erreichte er im Fachmagazin kicker einen Notendurchschnitt von 2,72, war damit der viertbeste Feldspieler der Bundesliga. In seinen bisher sechs Einsätzen der Spielzeit 2011/12 nähert er sich seiner alten Marke, weist schon wieder einen Schnitt von 2,83 auf.

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