Boateng fehlt vier Wochen - Entwarnung bei Blaszczykowski

DORTMUND Als wäre die fußballerische Misere aus sieben Pflichtspielen ohne Sieg und lediglich sechs selbst erzielten Treffern nicht schon quälend genug. Am Dienstag schlug in Dortmund auch der Verletzungshammer wieder zu. Zunächst mit gewaltiger Wucht.

von Von Sascha Fligge

, 10.03.2009, 10:13 Uhr / Lesedauer: 2 min
Boateng fehlt vier Wochen -  Entwarnung bei Blaszczykowski

Leihgabe Kevin Prince Boateng fällt rund vier Wochen aus.

Trifft die Prognose von Teamarzt Dr. Markus Braun zu, hätte Boateng nur noch sieben Spiele, um sich in Dortmund unersetzbar zu machen. Schon jetzt steht allerdings fest, dass Dortmund im Sommer nicht in der Lage sein wird, seine Kaufoption zu den ausgehandelten Konditionen (fünf Millionen Euro) wahrzunehmen. KGaA-Boss Hans-Joachim Watzke hat bereits angekündigt, dass das Profikader-Gehaltsbudget der kommenden Spielzeit unter Umständen sogar von aktuell rund 35 auf 30 Millionen Euro zusammengekürzt werden könnte. Der BVB wird gerade vor dem Hintergrund der weltweiten Finanzkrise gezwungen, Spieler „selbst zu entwickeln. Da führt kein Weg dran vorbei“ (so Michael Zorc). Der Sportdirektor bekräftigte am Dienstag, die Borussia habe „einen deutlich mittelfristigen Ansatz“, der die Vertragsverlängerung mit Jürgen Klopp (bis 2012/RuhrNachrichten,de berichtete) beinhalte. Dortmunds Coach, gefrustet durch einen Tabellenplatz im Nirgendwo, hat sich für die laufende Woche Ausweichmanöver vor Journalisten-Mikros auferlegt. Die Dienstags-Hiobsbotschaften dürften ihm ohnehin die Sprache verschlagen haben.

Nach Boateng landeten nämlich auch Manndecker Felipe Santana (Oberschenkel-Zerrung,/soll am Samstag in Hannover spielen können) und Offensivakteur Jakub Blaszczykowski im Duisburger Kernspintomograph. Der schnelle Pole, von immer wiederkehrenden Faserrissen geplagt, spürte abermals Oberschenkel-Schmerzen – am späten Dienstagabend aber konnte er Entwarnung geben. Keine neue Verletzung, Blaszczykowski soll am Mittwoch sogar wieder mit dem Team trainieren. Gerade vor dem Hintergrund, dass Blaszczykowski von seinen außergewöhnlichen Sprinterqualitäten lebt und seine Muskulatur immer wieder bis aufs Schärfste belasten muss, milderte diese Nachricht den Tag der Hiobsbotschaften ab. Der Mann, den sie „Kuba“  nennen, hatte alle 17 BVB-Hinrundenspiele absolviert (1 Tor, 7 Vorlagen/Notendurchschnitt 3,18), kam nach der Winterpause jedoch noch nicht zum Zug.

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