Die Wiedereröffnung des Borusseums hat sich mehrfach verzögert. © dpa
Borussia Dortmund

Borusseum vor Wiedereröffnung – Schatzmeister verspricht BVB-Fans „Gänsehaut-Gefühle“

Die Arbeiten am Borusseum haben eine Wiedereröffnung immer wieder verzögert. Bald soll es aber soweit sein. Schatzmeister Dr. Reinhold Lunow verspricht den BVB-Fans „Gänsehaut-Gefühle“.

Seit Juni 2019 ist das Borusseum geschlossen. Ursprünglich sollte das BVB-Museum in der Nordost-Ecke des Signal Iduna Parks am 10. Dezember 2019 wiedereröffnen. Später sollten ab Ende 2020 wieder Fans die schwarzgelbe Historie bewundern können, daraus wurde Mitte 2021. Auch dieser Termin verstrich – doch bald soll es nun endlich soweit sein.

Neueröffnung des BVB-Museums: Kein Vergleich zu 2008

BVB-Schatzmeister und -Aufsichtsrat Dr. Reinhold Lunow erklärte auf Anfrage der Ruhr Nachrichten, dass die Arbeiten mittlerweile weit fortgeschritten seien. „Das ist nicht mehr zu vergleichen mit der Ausstellung, die wir 2008 eröffnet haben“, sagt er. „Das war damals ja mit sehr viel Herz und sehr wenigen finanziellen Mitteln erbaut worden. Das hat jetzt schon eine ganz andere Qualität.“



Das gesamte Museum ist neu konzipiert worden. Zu den Highlights zählen die neuen Medienstationen, Video-Wände und das Augmented-Reality-Angebot. Zudem haben die Verantwortlichen neue Filme zusammengesucht und neue Interviews mit „wichtigen und verdienten Leuten bei Borussia Dortmund“ geführt.

BVB-Erfolge unter Jürgen Klopp bekommen „angemessenen Rahmen“

„Damals hatte das Borusseum mehr eine Ausstellungs- oder Messequalität, heute ist es ein Museum“, sagt Lunow. „Hinzu kommt, dass wir jetzt Jahre hinzufügen konnten, die sehr erfolgreich waren für den BVB, die waren in der alten Ausstellung einfach hintendran gehängt. Damals konnte ja keiner ahnen, dass da so große Geschichten, so große Erfolge kommen. Die jüngsten Titel würdigen wir jetzt in einem angemessenen Rahmen.“

BVB-Schatzmeister und -Aufsichtsrat Dr. Reinhold Lunow hat den Umbau des Borusseums im Blick. © imago/Thomas Bielefeld © imago/Thomas Bielefeld

Mit den Arbeiten an der Ausstellung sei der BVB gut vorangekommen. „Wir haben die Zeit gut genutzt. Da ist jetzt eine richtige Baustelle. Da werden jetzt die Möbel aufgebaut und ich gehe fest davon aus, dass wir in diesem Kalenderjahr eröffnen“, erklärt Lunow. Das genaue Datum hänge von den Terminen der Heimspiele, auch der internationalen Partien, sowie den Hygienebedingungen im Verlauf der Corona-Pandemie ab. „Aber die Eröffnung wird in 2021 stattfinden“, bekräftigt er.

BVB-Kosten für das Borusseum haben sich verdoppelt

Doch was hat die Wiedereröffnung des Borusseums derart verzögert? „Ganz am Anfang war es so, dass wir die Ausstellungsplaner gewechselt haben, weil wir nicht so zufrieden waren“, berichtet Dr. Lunow. „Dann kam direkt Corona und da hätte es keinen Sinn gemacht, etwas übers Knie zu brechen. Dann haben wir wirklich in aller Ruhe geplant, und es wird auch wirklich schön.“



Ursprünglich sollte der Umbau des Borusseums 1,5 Millionen Euro kosten. Dass sich diese Summe verdoppeln würde, ist bereits seit 2020 bekannt. „Das liegt auch daran, dass wir das Borusseum nochmal in der Qualität verbessert haben“, erklärt Lunow. Bei dieser Summe bleibe es nun aber.

Dr. Reinhold Lunow verspricht den BVB-Fans „Gänsehaut-Gefühle“

Auf ein neues Lieblingsausstellungsstück wollte sich der BVB-Schatzmeister noch nicht festlegen. „Meinen Favoriten nenne ich, wenn ich das erste Mal alles aufgebaut gesehen habe“, sagt er. Den Fans rät er, die Zeit der Ungewissheit bis zur Eröffnung in Vorfreude umzuwandeln. „Wenn sie dann durch die Ausstellung gehen, werden sie Gänsehaut-Gefühle haben“, verspricht Dr. Reinhold Lunow.

Über den Autor
Gebürtiger Dortmunder mit viel Liebe für den großen und kleinen Sport: Hauptsache, es rollt, tickt oder geht ordentlich vorwärts. Ob im Fernsehen, am Spielfeldrand oder selbst mit Ball und Rad unterwegs. Seit 2015 für Lensing Media im Einsatz, erst in Freier Mitarbeit, nun als Volontär.
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Hendrik Nachtigäller

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