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Fußball

Borussia Dortmund erlebt besonderes Kreispokal-Spiel – vor allem eine Spielerin

Die in diesem Sommer neu gegründete Frauenfußball-Mannschaft von Borussia Dortmund hat erneut ihre Stärke bewiesen. In einem nicht alltäglichen Kreispokal-Spiel, insbesondere für eine BVB-Spielerin.

Hans-Joachim Watzke war auch vor Ort am Montagabend. Wie bei der Mitgliederversammlung von Borussia Dortmund tags zuvor angekündigt. Der BVB-Geschäftsführer besuchte das Kreispokal-Spiel der in diesem Sommer neu formierten schwarzgelben Frauenfußball-Mannschaft.

Er sah ein souveränes und dominantes 3:0 des Teams, welches aktuell noch in der Kreisliga A spielt. Gegen den Bezirksligisten Eintracht Dorstfeld, den amtierenden Kreispokal-Sieger in Dortmund. Eine besondere Partie, die einmal mehr zeigte, welche Ansprüche der BVB mit seinem Team hat.

BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke hat sich am Montagabend das Spiel der Frauenfußball-Mannschaft von Borussia Dortmund angeguckt. © Stephan Schuetze © Stephan Schuetze

350 Zuschauer schauten sich die Partie im Rabenloh an, nur wenige hundert Meter vom Signal Iduna Park entfernt. „Ausverkauft“, war die Durchsage Mitte der zweiten Halbzeit vom Stadionsprecher. Zuschauerzahlen, die sich andere Amateurfußball-Klubs in Dortmund wünschen. Mithalten kann da wohl aktuell nur der Sechstligist TuS Bövinghausen auf Amateur-Niveau. Prominent besetzt mit den Ex-BVB-Profis Kevin Großkreutz und David Odonkor.

Die Marke Borussia Dortmund zieht. Auch beim Frauenfußball. Sogar an einem kalten Montagabend. In der dritten Runde des Kreispokals.

BVB: Kritik vom gegnerischen Trainer vor dem Spiel

„Natürlich war es ein besonderes Spiel“, sagte Ana Louisa Zabell. Für sie insbesondere, da sie im Sommer von Eintracht Dorstfeld in das neu gegründete BVB-Team wechselte. Wie gut diese neue Mannschaft zusammenspielt, ist bei ihrem Treffer zum 2:0 deutlich geworden. Eine schöne Kombination über mehrere Stationen führte zum Torerfolg. Das 100. Tor in der Geschichte der Frauenfußball-Abteilung.

„Man schießt nicht so gerne ein Tor gegen seinen Ex-Klub, aber ich glaube, die können das alle verstehen“, sagt Zabell, die mit Zeigefinger auf dem Mund jubelte.

In wessen Richtung die Geste ging, wollte sie nicht verraten, erklärte: „Eigentlich freut man sich ja nicht so doll, wenn man gegen seinen Ex-Klub trifft, aber ich habe mich richtig gefreut.“

Erlebte eine besondere Partie am Montagabend: Ana Louisa Zabell (M.). © Stephan Schuetze © Stephan Schuetze

Womöglich ein Zeichen an Dorstfeld Trainer Manfred Schulze, der im Vorfeld der Partie in Richtung des BVB sagte: „Sie haben es nicht verdient, so im Fokus zu stehen. (…) Wir bilden die Spielerinnen aus. Der BVB schnippst dann mit dem Finger und die Mädels wechseln dorthin. Die besten Spielerinnen werden weggenommen.“

Zabell gab die Antwort auf dem Platz und erläuterte nach der Partie: „Wir sind keine zusammengewürfelte Mannschaft, die sich nicht versteht. Das ist auf jeden Fall Quatsch. Wir mögen uns alle sehr, spielen alle wirklich gerne Fußball, trainieren hart und haben uns das wirklich verdient.“

Zwar spielte sich der BVB nicht die Tormöglichkeiten im Minutentakt aus, aber Ball- sowie Spielkontrolle war komplett bei den Schwarzgelben. Das 1:0 durch Vannesa Heim ein Distanztor (11.), der Marke Sonntagsschuss, die Treffer zwei (Zabell/73.) und drei (Carolin Kaul/89.) schnell und vor allem schön heraus gespielt.

BVB: Trainer Sulewski ist zufrieden

„Es ist unser Bestreben, dass wir Fußball spielen wollen. Wir wollen in jedem Spiel viel den Ball haben und nach vorne spielen“, sagt Thomas Sulewski, Trainer des BVB-Frauenteams. „Ich finde es schön zu sehen, dass wir nach dem halben Jahr schon so eine Entwicklung vollzogen haben und eine Bezirksliga-Mannschaft über eine längere Zeit dominieren.“

Das ist gegen Dorstfeld deutlich geworden. Mit dem Spielermaterial ist der BVB kein normaler A-Ligist und der Favorit auf den Sieg im Kreispokal, wo Borussia Dortmund nun als erstes Team unter den letzten vier Mannschaften steht.

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David Nicolas Döring

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