Mats Hummels: Favre und Zorc machen sich für ein Comeback im DFB-Team stark

Borussia Dortmund

Nach Lothar Matthäus machen sich jetzt auch Lucien Favre und Michael Zorc für ein Comeback von Mats Hummels im DFB-Trikot stark. Vor allem Lucien Favre wird erstaunlich deutlich.

Dortmund

, 20.09.2019, 14:20 Uhr / Lesedauer: 2 min
Mats Hummels: Favre und Zorc machen sich für ein Comeback im DFB-Team stark

Noch kein Wort in Richtung Jogi Löw. Mats Hummels lässt derzeit lieber seine Leistung für sich sprechen. © imago

Das letzte seiner bisher 70 Länderspiele hat Mats Hummels im November 2018 beim 2:2 gegen die Niederlande absolviert. Anschließend war er von Bundestrainer Joachim Löw genauso wie Thomas Müller und Jerome Boateng nicht mehr berücksichtigt worden. „Wir wollen der Mannschaft ein neues Gesicht geben. Ich bin überzeugt, dass das nun der richtige Schritt ist“, hatte Löw im März dieses Jahres verkündet.

Zorc sieht sich in seiner Einschätzung aus dem Sommer bestätigt

Mats Hummels lieferte in der Folge - noch im Trikot des FC Bayern München - eine bärenstarke Rückrunde ab. Vom „Kicker“ ist er zum besten Innenverteidiger der abgelaufenen Saison gewählt worden. Auch von BVB-Sportdirektor Michael Zorc erhielt er das Prädikat „Bester deutscher Innenverteidiger“.

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Nach seinem Wechsel zum BVB untermauert Hummels weiter mit konstant guten Leistungen, dass er mit seinen 30 Jahren noch längst nicht zum alten Eisen gehört. Schon kurz nach der DFB-Ausbootung im März hatte er zu Protokoll geben: „So schlecht sind wir alle drei noch nicht. Man weiß nie, was passiert. Vielleicht gibt’s mal Verletzungsprobleme, vielleicht sind wir doch wieder gut genug, wenn eine EM vor der Tür steht.“ Kein böses Blut also, Hummels hatte sich und dem DFB die Tür für ein Comeback stets offen gehalten.

Favre über Hummels-Comeback: „Es wäre verdient“

Und wie ist jetzt der Stand? Ist Mats Hummels wieder gut genug? Hätte er eine Rückkehr in die Nationalmannschaft verdient? Für Lucien Favre gibt es da keine zwei Meinungen. Die Antwort ist einfach - und kurz: „Ja“, sagt der Schweizer knapp, holt dann aber doch noch einmal aus: „Nach seinen beiden letzten Spiele wäre es verdient. Ohne Diskussion. Aber es ist nicht unsere Sache.“

Vor allem im Duell mit Barcelonas Luis Suarez war Hummels am Dienstag nicht zu bezwingen. Die Statistiker zählten nicht einen verlorenen Zweikampf. Der BVB-Innenverteidiger äußerte sich selbst aber nicht in der durch seine starken Leistungen neu entfachten Debatte.

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Michael Zorc sieht sich in seiner Einschätzung aus dem Sommer aber bestätigt. „Schon bei der Verpflichtung habe ich gesagt: Mats Hummels ist für mich der beste deutsche Innenverteidiger. Ich habe das vor der Saison gesagt - da war noch kein Spiel gespielt. Ich sage es jetzt und ich glaube, dass ich es 2020 auch sagen werde“, erklärte Zorc. Am Ende müsse aber der Bundestrainer entscheiden. „Der Ball liegt dort und nicht hier“, sagte der BVB-Sportdirektor.

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