Bundesliga-Stopp wegen Coronavirus: So lief der Samstag bei den BVB-Profis

mlzBorussia Dortmund

Das Coronavirus legt den Spielbetrieb der Bundesliga lahm. Statt das Revierderby gegen Schalke zu spielen, trainieren die BVB-Profis am Samstag in Brackel.

Dortmund

, 14.03.2020, 17:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Den (ganz wenigen) Besuchern offenbarte sich am Samstagvormittag an der Adi-Preißler-Allee in Dortmund-Brackel ein bizarres Bild: Während der Parkplatz des Nachwuchsleistungszentrums verwaist war und rund um das Trainingsgelände von Borussia Dortmund kaum Betrieb herrschte, wurde auf dem vor einigen Wochen eingeweihten Fußballplatz, der zum anliegenden Wohngebiet Hohenbuschei gehört, munter gepöhlt. Mindestens 15 Freizeitkicker aus der Nachbarschaft tummelten sich bei bestem Frühlingswetter auf dem Kunstrasen.

Während auf der anderen Straßenseite einige Bauarbeiter am neuen Gebäude der sportlichen BVB-Leitung werkelten, rollte hinter verschlossenen Türen der Ball - im wahrsten Sinne des Wortes. Wegen der Verbreitung Coronavirus haben derzeit nur die BVB-Profis und Mitglieder des Trainerteams (inklusive Physiotherapeuten etc.) Zugang zum Trainingsgelände.

BVB blickt am Montag zur DFL-Mitgliederversammlung

Am Vormittag absolvierten die Dortmunder Spieler eine Trainingseinheit, Trainer Lucien Favre und Sportdirektor Michael Zorc waren schon am Morgen in Brackel eingetroffen. Es muss ein Trainingsplan für die kommenden Wochen entwickelt werden - dieser beinhaltet zunächst zwei freie Tage. Die nächste Einheit ist für Dienstag angesetzt. Stand jetzt trifft der BVB am 4. April im Signal Iduna Park auf den FC Bayern München. Ob und unter welchen Bedingungen diese Partie stattfindet, kann derzeit niemand verlässlich beantworten.

BVB-Abwehrspieler Leonardo Balerdi (M.) sammelt Vater Flavio und einen Kumpel ein.

BVB-Abwehrspieler Leonardo Balerdi (M.) sammelt Vater Flavio und einen Kumpel ein. © Groeger

Zunächst geht der Blick am Montag Richtung Frankfurt. Dort hat die Deutsche Fußball Liga zur Mitgliederversammlung geladen (Beginn 11.30 Uhr), bei der mit den 36 Profiklubs die weitere Vorgehensweise besprochen wird.

BVB-Mittelfeldspieler Witsel: „Gesundheit steht an erster Stelle“

Für die Dortmunder Profis endete der Arbeitstag am Samstag gegen 13 Uhr. Nach und nach verließen die Spieler in ihren Privatwagen das Gelände. Abwehrspieler Leonardo Balerdi sammelte seinen am Eingang wartenden Vater und einen Bekannten ein, für Giovanni Reyna ging es zu Fuß Richtung Jugendhaus.

Und Axel Witsel ließ per Twitter wissen: „Bleiben Sie sicher und kümmern Sie sich jetzt um diejenigen, die Ihnen nahe stehen. Die Gesundheit steht in diesem Moment immer an erster Stelle, der Fußball wird zurück sein, wenn die Zeit dafür reif ist.“

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