Wegen TV-Szene mit Haaland: Gladbachs Co-Trainer Maric entschuldigt sich

Borussia Dortmund

Eine TV-Szene mit BVB-Stürmer Erling Haaland und Rene Maric erhitzt die Gemüter der Fohlen-Fans. Der Gladbacher Co-Trainer entschuldigt sich nach dem Aus im DFB-Pokal. Die Stimmen zum Spiel.

Dortmund

, 02.03.2021, 23:29 Uhr / Lesedauer: 3 min
BVB-Stürmer Erling Haaland kennt Gladbachs Co-Trainer Rene Maric aus seiner Zeit in Salzburg.

BVB-Stürmer Erling Haaland kennt Gladbachs Co-Trainer Rene Maric aus seiner Zeit in Salzburg. © dpa

Borussia Dortmund hat Borussia Mönchengladbach mit 1:0 besiegt und steht im Halbfinale des DFB-Pokals. Für Abwehrchef Mats Hummels und Kapitän Marco Reus war der BVB-Wille entscheidend, Trainer Edin Terzic ärgerte sich über die Gelb-Rote Karte gegen Mahmoud Dahoud. Gladbachs Co-Trainer Rene Maric musste sich nach dem Spiel für eine TV-Szene mit BVB-Stürmer Erling Haaland rechtfertigen - und entschuldigte sich öffentlich. Die Stimmen und Reaktionen zum Spiel:



BVB gewinnt im DFB-Pokal: Gladbach-Co-Trainer Maric muss sich für eine Szene mit Erling Haaland rechtfertigen


Das Spiel war abgepfiffen, Dortmund stand als Sieger fest. Auf der Verliererseite: Gladbach-Co-Trainer Rene Maric. Auf der Gewinnerseite: BVB-Stürmer Haaland. Am Spielfeldrand standen sie zusammen, unterhielten sich unbekümmert, alberten herum. So jedenfalls wirkte es auf den TV-Bildern. Sehr zum Unmut einiger Fohlen-Fans. Maric, der zum Teil heftig beleidigt wurde, erklärte die Szene anschließend bei Twitter und entschuldigte sich.

„Naiv, emotional und unbedacht. Über 90 Minuten habe ich mir Lunge und Kehle rausgebrüllt, nachdem wir von früh bis spät das Spiel vorbereiteten. Nach Schlusspfiff stand ich am anderen Ende der Coachingzone und ein ehemaliger Spieler ist als Einziger zum Trösten gekommen. Themen: Gesundheit, dass wir besser waren, dass wir diese Leistung häufiger und konstanter bringen wollen, Necken über seine vergebenen Torchancen und Gespräch über alte Salzburg-Zeiten. Ich war und bin so angefressen und traurig, dass ich nicht an irgendwelche Kameras denken konnte. Dumm“, schrieb Maric. Der Gladbacher Fanszene gefielen die Bilder jedenfalls überhaupt nicht. Das Trainerteam um Marco Rose steht ohnehin in der Kritik wegen des bevorstehenden Wechsels zum BVB. Maric ist sich dessen bewusst und bat um Verzeihung, wie auch Ruhr24.de berichtet.

„Es ist keine Selbstverständlichkeit für so einen Verein arbeiten zu dürfen, dafür bin ich der Borussia wie eh und je dankbar und wie schon immer will ich jede Partie gewinnen, investiere jede Woche fast dreistellig Stunden dafür. Umso mehr ärgere ich mich über mich selbst, dass aus meiner Emotionalität (Enttäuschung, Wut) und Naivität solche Einzelstandbilder entstehen konnten; ich weiß, dass dies bei den Fans in diesem Moment negativ und eben falsch wirkt. Ich werde die Beleidigungen insofern mit gewissem Verständnis auf- und die Verantwortung dafür übernehmen“, antwortete er auf die Kritik.



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Mats Hummels (BVB-Abwehrchef): „Wir haben gekämpft! Wir haben uns darauf eingelassen, dass man gegen Gladbach nicht zaubern kann. Wir haben nicht alles richtig gemacht, aber wir haben alles reingehauen. Wir müssen das Niveau jetzt noch länger halten, wir müssen jetzt weitermachen. Wir haben Bayern vor der Brust und da müssen wir wieder bereit sein, zu leiden. Das sind wir mittlerweile. Edin Terzic macht das seit Tag eins hervorragend seit Tag eins: mit Feuer und seinem inhaltlichen Wissen.“

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Marco Reus (BVB-Kapitän): „Wir haben das Spiel gewonnen und das zählt. Wir haben in der ersten Halbzeit eine sehr zerfahrene Partie gespielt, haben Erling Haaland nicht so richtig ins Spiel bekommen. In der zweiten Halbzeit hatten wir bessere Möglichkeiten, die wir besser ausgespielt haben. Gladbach ist eine gefährliche Mannschaft mit einer klaren Struktur und es war nicht einfach. Wir haben den Druck und die Überzeugung, dass wir bessere Partien spielen müssen. Seit dem Sevilla-Spiel herrscht eine andere Energie bei uns auf dem Platz. Heute war es einfach der größere Wille. Wir haben vorher gesagt, dass es eine wichtige Woche wird - und die haben wir gut begonnen.“


Marco Rose (Gladbach-Trainer): „Wir sind sehr gut in die Partie reingekommen, haben auch eine gute erste Halbzeit gespielt. Ein Ball ist mal durchgekommen. In der zweiten Halbzeit ist Dortmund ein Stück weit besser ins Spiel gekommen. Wir haben dagegengehalten und hatten die Möglichkeit zur Führung - die hat Marwin Hitz großartig verhindert. In der Summe war das ein Fight meiner Mannschaft und ich würde schon von einer unglücklichen Niederlage sprechen.“

Edin Terzic (BVB-Trainer): „Wir sind sehr glücklich darüber, wie wir diesen Pokalfight angenommen haben. Beide Mannschaften haben sich zu Beginn neutralisiert. Wir hatten die erste und größte Möglichkeit in der ersten Halbzeit. In der zweiten Halbzeit wollten wir mutiger sein und das hat gut geklappt. Wir sind torgefährlicher geworden und ich denke, dass wir verdient gewonnen habe. Der störende Punkt ist, dass Mo Dahoud im Halbfinale fehlt und sich nicht belohnen kann - wobei ich sagen muss, dass er das eine oder andere Foul zu viel hatte. Raphael Guerreiro und Jadon Sancho haben die Muskeln gespürt, da müssen wir noch abwarten. Wir haben sie ausgewechselt, damit nichts weiter passiert.“

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