BVB-Adventskalender: Andreas Möller und die Mutter aller Schwalben

14. Dezember

Im April 1995 hob Andreas Möller im gegnerischen Strafraum schneller ab als eine Boeing 747. Die Aktion wurde bekannt als „Mutter aller Schwalben“. Teil 14 unseres Adventskalenders.

Dortmund

, 14.12.2020, 09:09 Uhr / Lesedauer: 1 min
Im April 1995 erregte Andreas Möller mit seiner Schwalbe Aufmerksamkeit.

Im April 1995 erregte Andreas Möller mit seiner Schwalbe Aufmerksamkeit. © imago

Vieles ist in diesem Jahr anders. Fans dürfen nicht ins Stadion, die Weihnachtsmärkte fallen größtenteils aus, doch eines sollte bleiben: Die wachsende Vorfreude aufs Fest. Damit das gelingt, haben wir uns etwas für die BVB-Fans ausgedacht. 24 kleine Geschichten im schwarzgelben Gewand. Heute: Andreas Möller und die Mutter aller Schwalben.

Die Schwalbe und der Weg zur BVB-Meisterschaft

Er habe sich selbst schützen wollen, sagte Andreas Möller, als er im April 1995 im Westfalenstadion durch den Strafraum des Karlsruher SC flog und die „Mutter aller Schwalben“, wie sie im Nachgang oft tituliert wurde, dem BVB auf dem Weg zur Meisterschaft nicht nur einen Elfmeter einbrachte, sondern auch zwei wichtige Punkte.

Wut und Hass in Richtung des Spielmachers waren damals die Folge, nachdem er gegen die Badener schneller abgehoben war als eine Boeing 747. Der Betrugsversuch war aber so offensichtlich, dass Möller sogar gesperrt wurde. Das gleiche Schicksal wie die Karlsruher hatte die Borussia aber einige Jahre zuvor selbst getroffen, allerdings mit weitaus größeren Folgen.

Die „Großmutter aller Schwalben“ ein paar Jahre zuvor

Ganze 19 Spiele ohne Niederlage spülten den BVB in der Saison 1991/92 direkt in das Titelrennen, doch dann kam Christian Wück. Oder besser gesagt, er flog. Den fälligen Strafstoß verwandelte Sergio Zarate, es setzte eine 1:2-Niederlage für das Team von Ottmar Hitzfeld beim 1. FC Nürnberg (am 3. April 1992) und am Ende der Saison wurde die Borussia hinter dem VfB Stuttgart nur Zweiter, aufgrund der schlechteren Tordifferenz. Das Vergehen von Wück blieb ungeahndet, er kam trotz der „Großmutter aller Schwalben“ mit einem blauen Auge davon. Die schwarzgelben Anhänger mussten noch drei Jahre warten, bis sie endlich wieder eine Meisterschaft feiern konnten.

Die Geschichten für unseren Adventskalender stammen aus dem Buch „Borussia Dortmund für Klugscheißer“ von Sascha Staat, ISBN: 978-3837521665.
Lesen Sie jetzt