9. Dezember

BVB-Adventskalender: Das Wunder von Dortmund im April 2013

Es ist das spektakulärste Spiel der jüngsten BVB-Geschichte: die Aufholjagd der Schwarzgelben im Champions-League-Viertelfinale gegen den FC Malaga. Teil neun unseres Adventskalenders.
Nach dem Treffer von Felipe Santana (r.) brachen im Stadion alle Dämme. © dpa

Vieles ist in diesem Jahr anders. Fans dürfen nicht ins Stadion, die Weihnachtsmärkte fallen größtenteils aus, doch eines sollte bleiben: Die wachsende Vorfreude aufs Fest. Damit das gelingt, haben wir uns etwas für die BVB-Fans ausgedacht. 24 kleine Geschichten im schwarzgelben Gewand. Heute: das Wunder von Dortmund gegen den FC Malaga.

Ein BVB-Spiel, das in die Geschichte eingegangen ist

Alleine über die teilweise wilden Aufholjagden mit offenem Visier in jüngster Vergangenheit könnte man wahrscheinlich ein Buch schreiben. Natürlich gibt es fast unzählige Bespiele absoluter Dramatik in der Geschichte von Borussia Dortmund. Doch das Rückspiel im Viertelfinale der Champions League 2013 gegen den FC Malaga steht auf der Liste vieler Liebhaber des Fußballs ganz weit oben.

Ungeschlagen war das Team von Jürgen Klopp in die Runde der letzten Acht eingezogen, hatte die Gruppenphase trotz namhafter Gegner wie Real Madrid, Manchester City und Ajax Amsterdam als Erster beendet und im Achtelfinale Schachtar Donezk bezwungen. Das Hinspiel gegen Malaga in Spanien endete torlos, die Serie der Unbesiegbarkeit hielt.

Der BVB wirkte schon wie der klare Verlierer

Es folgte das Rückspiel. Die Erwartungen waren hoch, das Halbfinale war zum Greifen nahe. Der BVB bestimmte das Spiel, doch den ersten Treffer markierten die Gäste, wobei der Rückstand bereits vor dem Pausenpfiff egalisiert werden konnte. Als Malaga acht Minuten vor Ende der regulären Spielzeit in Führung ging, schien die Messe gelesen.

Zuvor hatte Torhüter Willy Caballero schon einige Glanzparaden hinlegen müssen. In der Nachspielzeit war er dann aber machtlos, als erst Marco Reus traf (90.+1.) und dann Felipe Santana den Ball über die Linie stocherte (90.+2). Im Stadion brachen alle Dämme. Diejenigen, die unverständlicherweise schon vorher nach Hause gegangen waren, ärgerten sich schwarz. Sie hatten den puren Wahnsinn verpasst.

BVB-Spieler im Abseits? Ja, gleich zweimal

Hinterher wurde vor allem darüber diskutiert, dass bei der Flanke vor dem Siegtreffer gleich vier Dortmunder Spieler im Abseits standen. Stimmt! Es stimmt aber auch, dass Malagas zweites Tor wegen des gleichen Regelverstoßes nie hätte zählen dürfen. Hätten die Männer an der Linie an diesem Abend ein wenig genauer hingeschaut, wäre dieses Drama allererster Güteklasse gar nicht möglich geworden. Gut, dass sie ihre Brillen anscheinend vergessen hatten.

Ganz knapp nicht das größte Comeback der Vereinsgeschichte: Am 6. Dezember 1994 besiegt der BVB das damalige spanische Spitzenteam Deportivo La Coruna nach Verlängerung mit 3:1 und zieht so in das Viertelfinale ein. Karl-Heinz Riedle (116.) und Lars Ricken (119.) sorgen dafür, dass die Borussia auf den letzten Drücker jubeln darf.

Die Geschichten für unseren Adventskalender stammen aus dem Buch „Borussia Dortmund für Klugscheißer“ von Sascha Staat, ISBN: 978-3837521665.

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