2. Dezember

BVB-Adventskalender: Eine Frau schoss das erste Tor im Westfalenstadion

Das Stadion an der Strobelallee ist das Herz des BVB. 1974 wurde es als Westfalenstadion erbaut. Das erste Tor schoss eine Frau. Teil zwei unseres schwarzgelben Adventskalenders.
Die offizielle Eröffnung des Westfalenstadions fand am 2. April 1974 im Rahmen des Benefizspiels zwischen Dortmund und Schalke statt. © imago

Vieles ist in diesem Jahr anders. Fans dürfen nicht ins Stadion, die Weihnachtsmärkte fallen größtenteils aus, doch eines sollte bleiben: Die wachsende Vorfreude aufs Fest. Damit das gelingt, haben wir uns etwas für die BVB-Fans ausgedacht. 24 kleine Geschichten im schwarzgelben Gewand. Heute: die Geschichte des Westfalenstadions (heute: Signal Iduna Park).

BVB-Stadion wurde für die WM 1974 gebaut

Finanziell und sportlich sah es zu Beginn der 1970er-Jahre für Borussia Dortmund überhaupt nicht gut aus. Zwei Jahre nach dem Abstieg war der Zuschauerschnitt auf unfassbare 8900 Besucher pro Partie gesunken. Doch dann kam das Westfalenstadion. Gebaut wurde es für die Weltmeisterschaft 1974 und es rettete den Verein aus dem grauen Mittelmaß. Dabei war Dortmund gar nicht als Spielort für das Turnier vorgesehen.

Die Stadt Köln entschied sich damals aber gegen einen Stadionneubau und das machte den Weg für eine Bewerbung frei. Dortmund erhielt nicht nur den Zuschlag, sondern es wurden auch Bundes- und Landesmittel bereit gestellt, ohne die eine Finanzierung nicht möglich gewesen wäre.

Um 18.18 Uhr fiel das erste Tor im neuen BVB-Stadion

Die offizielle Eröffnung fand am 2. April 1974 im Rahmen eines Benefizspiels statt. Erzrivale Schalke trat zugunsten des finanziell arg gebeutelten BVB sogar ohne Gage an, ließ es sich aber nicht nehmen, die Partie zu gewinnen (3:0). Die Blauen schossen also das erste Tor im Tempel? So schlimm kam es dann doch nicht. Denn das Vorspiel bestritten die Damenmannschaften des Dortmunder TBV Mengede 08 und des VfB Waltrop (1:2). In dieser Partie war es Elisabeth Podschwadke vorbehalten, um 18.18 Uhr das erste Tor in der Geschichte des Westfalenstadions zu erzielen.

In der Folge-Saison lag der Zuschauerschnitt übrigens wieder bei 25.400 – in der zweiten Liga. Übrigens: Der erste Gastgeber in einem Bundesliga-Spiel im Westfalenstadion war nicht der BVB, sondern der VfL Bochum. Das Ruhrstadion wurde seinerzeit umgebaut, zu Gast war am 2. April 1976 mal wieder der FC Schalke 04.

Die Geschichten für unseren Adventskalender stammen aus dem Buch „Borussia Dortmund für Klugscheißer“ von Sascha Staat, ISBN: 978-3837521665.

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