16. Dezember

BVB-Adventskalender: Krauss‘ Heimspiel-Debüt für den BVB – auf Schalke

Bernd Krauss und der BVB - das passte irgendwie nicht richtig zusammen. Mit einem misslungenen Debüt in Schwarzgelb fing es an. Teil 16 unseres Adventskalenders.
Bernd Krauss war 67 Tage Trainer von Borussia Dortmund. © imago

Vieles ist in diesem Jahr anders. Fans dürfen nicht ins Stadion, die Weihnachtsmärkte fallen größtenteils aus, doch eines sollte bleiben: Die wachsende Vorfreude aufs Fest. Damit das gelingt, haben wir uns etwas für die BVB-Fans ausgedacht. 24 kleine Geschichten im schwarzgelben Gewand. Heute: Das misslungene Debüt von Bernd Krauss.

Ein Debüt für den BVB – auf Schalke

Wenn man in Dortmund geboren ist und als Fußballprofi für den BVB auflaufen darf, dann muss das für viele ein absoluter Kindheitstraum sein, der da in Erfüllung geht. Selbst wenn es bei einem einzigen Mal bliebe, für die meisten wäre es das Größte. Dass aus der Verbindung zwischen der Borussia und Bernd Krauss aber nie die große Liebe wurde, hat definitiv Gründe. Im zarten Alter von 19 Jahren schaffte er in der Saison 1976/77 den Sprung in den Kader der ersten Mannschaft. Wobei das nicht ganz stimmt, denn er saß meist auf der Tribüne. Am 33. Spieltag sollte Krauss dann aber endlich sein Debüt geben – und dann auch noch bei einem Heimspiel gegen den 1. FC Köln, der damals zu den absoluten Spitzenteams der Bundesliga gehörte.

Die Vorfreude war also entsprechend groß. Doch aus dem Traum sollte eine Art Albtraum werden. Denn Maulwürfe hatten den Rasen im Westfalenstadion unbespielbar gemacht, der BVB konnte die Partie nicht in Dortmund austragen. Und wo wurde stattdessen gespielt? Richtig, im Parkstadion Gelsenkirchen, also auf Schalke. Krauss wurde in der 74. Minute beim Stand von 1:1 für Wolfgang Vöge eingewechselt. Es kam, wie es kommen musste: Durch ein Gegentor kurz vor Schluss verlor Dortmund mit 1:2. Diese 16 Minuten sollten die einzigen von Krauss im BVB-Trikot bleiben, denn nach der Saison verließ er den Verein.

Krauss‘ Rückkehr zu Borussia Dortmund

Viele Jahre später hätten die Verantwortlichen es besser wissen müssen, als Krauss in anderer Funktion zum Verein zurückkehrte. In der Saison 1999/00 lief es überhaupt nicht rund und daher musste ein neuer Trainer her. Am 6. Februar 2000 übernahm Krauss, für ganze 67 Tage. Insgesamt saß er 13 Mal als Verantwortlicher auf der Bank, davon elf Mal in der Bundesliga. Nachdem unter anderem Heimspiele gegen Ulm (1:1) und Bielefeld (1:3) nicht gewonnen werden konnten, war die Ära Krauss nach einer 1:3-Pleite zu Hause gegen Unterhaching schon wieder zu Ende. Krauss und der BVB, das passte irgendwie nie so richtig zusammen.

Die Geschichten für unseren Adventskalender stammen aus dem Buch „Borussia Dortmund für Klugscheißer“ von Sascha Staat, ISBN: 978-3837521665.

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