BVB-Adventskalender: Wie die Borussia zu ihren Vereinsfarben kam

15. Dezember

Die Vereinsfarben von Borussia Dortmund sind schwarz und gelb. Das war nicht immer so. In den Anfangsjahren trugen die BVB-Spieler die Farben des Erzrivalen. Teil 15 unseres Adventskalenders.

Dortmund

, 15.12.2020, 11:50 Uhr / Lesedauer: 1 min
In den Anfangsjahren trugen die BVB-Spieler blau-weiß gestreifte Hemden mit roter Schärpe.

In den Anfangsjahren trugen die BVB-Spieler blau-weiß gestreifte Hemden mit roter Schärpe. © imago

Vieles ist in diesem Jahr anders. Fans dürfen nicht ins Stadion, die Weihnachtsmärkte fallen größtenteils aus, doch eines sollte bleiben: Die wachsende Vorfreude aufs Fest. Damit das gelingt, haben wir uns etwas für die BVB-Fans ausgedacht. 24 kleine Geschichten im schwarzgelben Gewand. Heute: Wie der BVB zu seinen Vereinsfarben kam.

Das erste Trikot des BVB war blau und weiß

Seit jeher in Schwarzgelb? Das wünschen sich ganz bestimmt viele eingefleischte BVB-Fans. Aber das entspricht leider nicht der Wahrheit. In den Anfangsjahren von Borussia Dortmund lief das alles noch ganz anders ab. Das heutige Emblem entstand erst später, um 1918/19. Es dauerte auch, bis der im Dezember 1909 gegründete Verein in den WSV, den Westdeutschen Spielverband, aufgenommen wurde. Damals entstanden überall neue Fußballklubs und deshalb wurde ein Aufnahmestopp erlassen. Der BVB schob die Leichtathletik-Abteilung vor und so erhielt am 3. Dezember 1910 die Fußballsparte ebenfalls die Zulassung.

In der Folge lösten sich andere Dortmunder Vereine wie Rhenania, Britannia und Deutsche Flagge auf, die Mitglieder schlossen sich Borussia Dortmund an und das hatte unter anderem zur Folge, dass auch die Farben gewechselt wurden. Das erste Trikot, falls man es so nennen möchte, bestand nämlich aus einem blau-weißen Hemd und einer schwarzen Hose. Über dem längsgestreiften Oberteil trugen die Spieler eine rote Schärpe, um so ihre Solidarität mit der Arbeiterbewegung zu demonstrieren.

Dann war man die Farben des Erzrivalen endlich los

Die neuen Vereinsfarben sorgten dann aber für eine andere Kleidung. Die Borussen liefen, wie heute auch, in schwarzen Hosen und gelben Hemden auf. Die Farben des Erzrivalen aus Schalke war man endlich los. Ein Glück, dass damals im BVB noch Leichtathletik betrieben wurde.

Die Geschichten für unseren Adventskalender stammen aus dem Buch „Borussia Dortmund für Klugscheißer“ von Sascha Staat, ISBN: 978-3837521665.
Lesen Sie jetzt