BVB-Antrag: Borussia Dortmund darf Moukoko in der Bundesliga einsetzen

Neue Regel

Youssoufa Moukoko stürmt in der Fußball-Bundesliga für Borussia Dortmund. Ab dem 20. November kann das Wirklichkeit werden. Viel schneller als ursprünglich gedacht.

Dortmund

, 02.04.2020, 13:06 Uhr / Lesedauer: 2 min
Fußball: A-Junioren-Bundesliga, Saison 2019/2020, 10. Spieltag, Preußen Münster - Borussia Dortmund am 27.10.2019 in Münster (Nordrhein-Westfalen).Dortmunds Youssoufa Moukoko am Ball

Fußball: A-Junioren-Bundesliga, Saison 2019/2020, 10. Spieltag, Preußen Münster - Borussia Dortmund am 27.10.2019 in Münster (Nordrhein-Westfalen). Dortmunds Youssoufa Moukoko am Ball © Guido Kirchner

Bislang fehlte für Frühentwickler wie Moukoko in Deutschland eine entsprechende Regelung, in der Bundesliga eingesetzt werden zu dürfen. Seit dem 31. März gibt es sie.

Klubs der DFL stimmen BVB-Antrag zu

Die Klubs der DFL stimmten jetzt mit großer Mehrheit dem Antrag von Borussia Dortmund zu, die Lizenzordnung ab Saisonbeginn 2020/21 zu ändern, und Spielern für die Bundesliga eine Spielerlaubnis zu erteilen, sobald die ihren 16. Geburtstag feiern.

Youssoufa Moukoko wird am 20. November – und könnte folglich schon dann von der U19 des BVB zu den Profis wechseln. „Wir sind sehr froh über diese Entscheidung. Eine Entscheidung, die sofort und unmittelbar den Vereinen, aber auch den jungen Spielern in ihrer Entwicklung helfen kann“, sagte Lars Ricken, Nachwuchskoordinator des BVB. „Die Mehrheit der Klubs will jetzt jungen, herausragend talentierten Spielern in absoluten Ausnahmefällen die Möglichkeit geben, den nächsten Entwicklungsschritt machen zu können.“

BVB-Youngster Moukoko ist ein Ausnahmefall

Ausnahmefällen wie Moukoko. Der 15-Jährige trifft in der U19-Bundesliga West und in der Uefa Youth League nach Belieben. 26 Treffer in 21 Partien stehen auf seinem Konto. Bislang war in den Statuten der DFL verankert, dass Spieler ihr 18. Lebensjahr vollendet haben müssen oder zumindest zum jüngeren Jahrgang der U19-Junioren zählen müssen, um spielberechtigt zu sein.

Jetzt lesen

Für die Fußball-Bundesliga war das ein klarer Wettbewerbsnachteil. Denn in anderen europäischen Topligen dürfen schon seit langer Zeit deutlich jüngere Spieler eingesetzt werden als in Deutschland. Stürmer Romelu Lukaku (heute Inter Mailand) debütierte als 16-Jähriger für den RSC Anderlecht in Belgien, Norwegens Ausnahmetalent Martin Odegaard durfte als 16-Jähriger für Real Madrid in Spanien aufs Feld, ebenso wie Ansu Fati im Trikot des FC Barcelona (Spanien) oder Eduardo Camavinga für Stade Rennes (Frankreich).

Ex-BVB-Profi Sahin dürfte bald seinen Rekord verlieren

Borussia Dortmunds früherer Profi Nuri Sahin hält noch immer den Bundesliga-Rekord. Der heutige Bremer kam in der Saison 2005/06 im Alter von 16 Jahren und 335 Tagen zu seinem Profi-Debüt. Diesen Rekord dürfte Sahin aber nicht mehr lange inne haben.

Lesen Sie jetzt