BVB-Boss Hans-Joachim Watzke: „Ich bin überhaupt nicht zufrieden“

mlzBorussia Dortmund

Borussia Dortmund freut sich über den Arbeitssieg gegen Freiburg und rückt in der Tabelle an Leipzig heran. BVB-Boss Hans-Joachim Watzke wählt dennoch mahnende Worte.

Dortmund

, 02.03.2020, 07:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Hans-Joachim Watzke freute sich über das Ergebnis, das war es dann aber auch schon. Der BVB-Boss hatte beim 1:0-Sieg des BVB gegen den SC Freiburg zu viel gesehen, was ihm nicht gefallen hatte.

Der Treffer von Jadon Sancho sichert dem BVB den Arbeitssieg

Da waren zum einen die Schmähgesänge auf der Dortmunder Südtribüne gegen Hoffenheims Mäzen Dietmar Hopp, die dazu führten, dass die Partie in der zweiten Hälfte kurz unterbrochen werden musste. Schiedsrichter Robert Hartmann veranlasste eine Stadiondurchsage und drohte mit Spielabbruch. Da war zum anderen aber auch die sportliche Leistung der Schwarzgelben, die dank eines Treffers von Jadon Sancho nach einer Vierelstunde zwar für einen Arbeitssieg gereicht hatte, aber darüber hinaus nicht wirklich für gesteigerte Freude sorgte.

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„Ich bin überhaupt nicht zufrieden mit dem Auftritt unserer Mannschaft“, erklärte Watzke am Sonntag im Gespräch mit dieser Redaktion. Der Auftritt des BVB sei zu träge gewesen und dürfe so eigentlich nicht passieren, monierte der 60-Jährige. „In der Schlussphase haben wir alle noch um den Sieg gezittert.“ In dieser Form werde der BVB keines der nächsten drei Spiele gewinnen.

Sportdirektor Zorc sieht einen (zu) passiven BVB gegen Freiburg

Widersprechen wollte Watze niemand bei Borussia Dortmund. Julian Brandt, der nach überstandenem Außenband-Teilriss im Sprunggelenk sein Startelf-Comeback gab, sagte: „Natürlich wird es in den kommenden Spielen wichtig sein, dass wir nach vorne wieder mehr Aufwand betreiben und besser verteidigen als in der zweiten Hälfte.“

„Wir nehmen die drei Punkte mit, das Ergebnis war allerdings das Beste an diesem Spiel.“
Michael Zorc

Michael Zorc, der Dortmunder Sportdirektor, meinte: „Wir nehmen die drei Punkte mit, das Ergebnis war allerdings das Beste an diesem Spiel. Wir haben keine wirklich gute Leistung gezeigt. Wir waren insgesamt zu passiv. Am Ende haben wir die Punkte glücklich hier behalten.“ Und Sebastian Kehl, der Leiter der Lizenzspielerabteilung beim BVB, sprach das aus, was wohl der Großteil der 81.365 Zuschauer im ausverkauften Signal Iduna Park gedacht hatte: „In der Hinserie wäre ein solches Spiel vielleicht noch unentschieden ausgegangen.“

BVB-Routinier Piszczek rettet auf der Linie

Dieses Mal ging es gut aus BVB-Sicht, vor allem deshalb, weil Nils Petersen nach 75 Minuten per Kopf an Lukasz Piszczek scheiterte, der auf der Linie für den bereits geschlagenen Roman Bürki im Dortmunder Tor rettete. „Manchmal gibt es auch Scheiß-Spiele“, sagte Brandt, „und dann musst du die halt auch mal 1:0 gewinnen.“ Am Ende stand das, was im Fußball vermutlich seit jeher als Arbeitssieg betitelt wird.

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Drei Punkte gab‘s dafür freilich auch, es war der sechste Bundesliga-Sieg im siebten Rückrunden-Spiel für den BVB, in den jüngsten vier Pflichtspielen kassierte die Elf von Trainer Lucien Favre nur ein Gegentor.

BVB will mit einer guten Ausgangsposition in den Endspurt

Pünktlich vor den drei schwierigen Spielen in Mönchengladbach am kommenden Samstag, bei Paris Saint-Germain in der Champions League (11. März) und dem Derby gegen Schalke drei Tage später ist die Brust also breit bei Borussia Dortmund. „Wir haben noch vier Spiele bis zur Länderspielpause“, sagte Brandt, „Wir müssen jetzt die Grundlage schaffen, um nach der Länderspielpause in den Endspurt zu gehen.“

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