BVB-Dreierpacker Sancho meldet sich in Paderborn eindrucksvoll zurück

Borussia Dortmund

Der BVB tut sich beim SC Paderborn zunächst schwer - im zweiten Durchgang aber rollt die Tormschine. Sancho macht beim 6:1 mit drei Toren und einer besonderen Aktion auf sich aufmerksam.

Paderborn/Dortmund

, 31.05.2020, 20:03 Uhr / Lesedauer: 3 min
Machte mit drei Toren und einer besonderen Botschaft auf sich aufmerksam: BVB-Mittelfeldspieler Jadon Sancho.

Machte mit drei Toren und einer besonderen Botschaft auf sich aufmerksam: BVB-Mittelfeldspieler Jadon Sancho. © Ralf Ibing firosportphoto/POOL

45 Minuten lang tat sich der hohe Favorit schwer in der Benteler Arena. Erst nach einer deutlichen Tempoverschärfung und mehr Entschlossenheit in den eigenen Aktionen kam Borussia Dortmund beim Tabellenschlusslicht zu einem am Ende hoch verdienten und klaren Sieg. Die Treffer von Thorgan Hazard und Jadon Sancho brachten den BVB auf die Siegerstraße, den Elfmetertreffer von Uwe Hünemeier konterten erneut Sancho und Achraf Hakimi. Auch der eingewechselte Marcel Schmelzer traf noch, Sancho sorgte mit seinem dritten Treffer des Tages für den 6:1-Endstand.

Der BVB will die Champions League so schnell wie möglich absichern

Borussia Dortmund, nach dem 0:1 vom Dienstag gegen die Bayern wohl aus allen Titelträumen gerissen, wusste um Leverkusens Sieg, sie wussten auch vom Erfolg der Gladbacher. Hinter den souveränen Bayern rückt alles eng zusammen, „unser Anspruch“, formulierte daher Sportdirektor Michael Zorc vor dem Anpfiff, „ist es, die Champions League so schnell wie möglich zu sichern und Platz zwei zu verteidigen.“

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Bundesliga, 29. Spieltag: SC Paderborn - BVB 1:6 (0:0)

Die besten Bilder der Bundesliga-Partie zwischen dem SC Paderborn und Borussia Dortmund.
31.05.2020
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Die besten Bilder der Bundesliga-Partie zwischen dem SC Paderborn und Borussia Dortmund.© dpa
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Experimente ging Lucien Favre daher in seiner Wahl der elf Startspieler nicht ein. Die nach dem Bayern-Spiel verletzten Mahmoud Dahoud und Erling Haaland ersetzte er durch Jadon Sancho und Emre Can, damit konnte man rechnen. Dass neben Can auch Thomas Delaney erneut das Startelf-Mandat bekam, rührte aus Favres Sorge, im Zentrum zu viele Räume anzubieten. Nach dem Hinspiel, in dem der Aufsteiger die Borussia mit mutigem und sehr offensivem Pressing überrascht hatte und zur Pause an einer Sensation schnupperte, wählte Favre nicht überraschend einen eher defensiveren Ansatz.

Guerreiro vergibt die beste BVB-Chance im ersten Durchgang

Knapp 70 Prozent Ballbesitz notierten die Statistiker zur Pause für den BVB, aus seiner technischen Überlegenheit resultierte aber viel zu selten echte Gefahr für das Paderborner Tor. Thorgan Hazard, für Haaland zumeist der vorderste Borusse, ließ sich deutlich öfter fallen als der Norweger, fehlte dementsprechend aber bei den wenigen Hereingaben, die ihren Weg von außen flach durchs Paderborner Abwehrzentrum fanden. Das war zuletzt ein Erfolgsrezept der Borussia gewesen.

Die größte Chance für die Gäste vergab Raphael Guerreiro - nach einem der wenigen schnellen Konter. Julian Brandt hatte klug nach hinten abgelegt, Guerreiro kam relativ zentral vor dem Tor der Ostwestfalen frei zum Schuss - daneben (26.). Dass auch Hazard weiß, wo das Tor steht, bewies er nach langem Ball von Lukasz Piszczek (17.) ebenso wie nach einer arg lässigen Kopfballrückgabe von Christian Strohdiek (30.).

BVB legt einen Blitzstart in den zweiten Durchgang hin

Doch Tempo, Überraschungsmomente und die absolute Entschlossenheit waren bis zur Pause zu selten zu sehen im Spiel der Gäste, es waren zähe erste 45 Minuten und die erwartete Geduldsprobe für den haushohen Favoriten.

Der Auftrag für die zweite Hälfte war klar umschrieben, Borussia Dortmund machte sich zügig an die Umsetzung. Wie einfach es dann wurde, als der BVB zwei Mal über außen durchbrach und in der Mitte zum leichten Treffer kam, das war bemerkenswert. Beim 1:0 durch Hazard kam Can über außen frei durch, Paderborns Torhüter Leopold Zingerle half bei der scharfen Hereingabe dann kräftig mit, als er die Flanke in die Mitte ablenkte (54.). Als Julian Brandt von Guerreiro in den freien Raum geschickt wurde und die Flanke clever verzögerte, stahl sich Sancho frei vors Tor. Er musste nur noch den Fuß hinhalten. Anschließend präsentierte der 20-Jährige auf seinem T-Shirt eine eindeutige Botschaft. „Justice for George Floyd“ stand da geschrieben - Sancho dokumentierte damit seine Solidarität mit dem in den USA bei einem Polizei-Einsatz getöteten George Floyd.

BVB-Abräumer Can fälscht den Ball mit dem Ellenbogen ab

Binnen 180 Sekunden war Dortmund endlich auf den richtigen Kurs eingeschwenkt, Paderborn erzielte einen Abseitstreffer durch Dennis Srbeny (62.) und reagierte mit einer neuen Doppelspitze auf den Rückstand. Doch der BVB, der mit Wiederanpfiff deutlich lebhafter kombinierte und viel weiter vorne presste, schien nun alles im Griff zu haben.

Extrem bitter, wie Paderborn dennoch verkürzen konnte. Emre Can hatte sich mit allem, was der Körper hergab, in einen Schuss des Paderborners Mohamed Dräger geworfen, die Kugel aber mit dem Ellenbogen abgefälscht. Schiedsrichter Daniel Siebert zögerte nicht mit dem Elfmeterpfiff, der vertretbar war, dennoch aber einen faden Beigeschmack hinterließ. Denn die Szene ähnelte frappierend der Handspiel-Szene von Jerome Boateng am vergangenen Dienstag - damals war der Pfiff ausgeblieben.

Marcel Schmelzer trifft für den BVB erstmals seit 2013

Der Ex-Dortmunder Uwe Hünemeier machte die Partie mit dem sicher verwandelten Strafstoß noch einmal spannend (72.). Doch nur für ganze 120 Sekunden. Sancho korrigierte den Spielstand mit dem 3:1, das war die Entscheidung (74.). Hazard verdiente sich den 13. Assistpunkt in dieser Saison. Mit dem 4:1 machte Hakimi nach Vorarbeit von Marcel Schmelzer alles klar. Der ehemalige Kapitän traf dann auch noch selbst, sein erstes Bundesliga-Tor seit September 2013. Sancho besorgte den Endstand.

Es war am Ende ein souveräner Sieg des turmhohen Favoriten. Ärgerlich für Dortmund, dass Abwehrchef Mats Hummels für ein Foul im Mittelfeld seine fünfte Gelbe Karte sah. Er wird dem BVB nun gegen die Berliner Hertha am kommenden Samstag (18.30 Uhr) fehlen.

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