Champions League

BVB-Duell mit dem FC Sevilla weckt unschöne Erinnerungen

Gut zehn Jahre nach dem Aufeinandertreffen in der Europa League bekommt es der BVB erneut mit dem FC Sevilla zu tun. Dabei blicken viele Borussen eher ungerne zurück.
Schon 2010 gegen Sevilla mit dabei: BVB-Routinier Lukasz Piszczek (M.). © dpa

Die Wahrscheinlichkeit war hoch, dass Borussia Dortmund im Achtelfinale der Champions League auf einen Gegner aus Spanien treffen würde. Der FC Sevilla wurde es letztlich, dank BVB-Legende Stephane Chapuisat. Der zog in Nyon die Lose und bescherte seinem Ex-Klub damit eine reizvolle, gleichwohl aber machbare Aufgabe. Ähnlich bezeichnete es auch Michael Zorc. „Sevilla gehört zu den Top-Teams in Spanien. Sie spielen sehr stark auf Ergebnis. In diesem Duell gibt es keinen Favoriten“, sagte der Sportdirektor.

BVB-Trainer Terzic erinnert sich an skurriles Sevilla-Gastspiel

Konkreter wurde der neue BVB-Trainer Edin Terzic, der sich aus seiner ersten Zeit im Verein noch bestens an den Gegner erinnert. „Es gab damals eine Weihnachtsfeier der Mitarbeiter beim Auswärtsspiel in der Europa League. Sevilla hat ganz früh ein Tor gemacht und nach 14 Minuten sind die Balljungen verschwunden.“. Sportlich gesehen sei Sevilla ein sehr guter Gegner, der nicht umsonst häufiger die Europa League gewonnen habe. Doch was für eine Mannschaft sind die Andalusier eigentlich genau?

Am Spielfeldrand gibt ein halbwegs prominenter Name den Weg vor, Julen Lopetegui. Auf sein Kommando hören die Spieler seit Sommer 2019, er führte das Team gleich in der ersten Saison zum Triumph in der Europa League. Und während international weiterhin alles in Butter ist, sucht man in der Liga noch nach der Form. Die Bilanz von sechs Siegen, einem Unentschieden und vier Niederlagen reicht zwar momentan für einen vorderen Tabellenplatz aus, dabei wurden aber nur 13 Treffer erzielt.

Ivan Rakitic zieht im Mittelfeld des FC Sevilla die Fäden

Es hapert also offensiv, obwohl im Mittelfeld niemand Geringeres als Ivan Rakitic die Fäden zieht. Den Kroaten kennt man noch aus seiner Zeit in der Bundesliga beim FC Schalke 04. Bereits zwischen 2011 und 2014 lief er für Sevilla auf, ehe es ihn für sechs Spielzeiten zum FC Barcelona zog. Vor der Saison kehrte er an seine alte Wirkungsstätte zurück und ist der wohl wichtigste Akteur in Lopeteguis System. Das setzt neben der spielerischen Komponente auf sehr viel Physis, was die Dortmunder schon 2011 zu spüren bekamen.

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In dem von Terzic angesprochenen Spiel ging es drunter und drüber. Damals traten die Spanier nicht nur ihre Gegenspieler, sondern mit einer beispiellosen Zeitschinderei auch das Fair Play mit Füßen. Auch abseits des Stadions ging es rund, wenn auch nicht im positiven Sinne. Die örtliche Polizei ging einige Borussen körperlich an, die Aufarbeitung der Vorfälle sorgte noch lange Zeit für Aufsehen. All das wird 17. Februar und 9. März aber keine Rolle spielen, wenn der BVB versucht, mal wieder das Viertelfinale der Königsklasse zu erreichen.

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