Roman Bürki sicherte dem BVB das 1:1 gegen Lazio. © imago / Moritz Müller
Champions League

BVB-Einzelkritik: Bürki hält das 1:1 fest – Reus bleibt gegen Lazio blass

Der BVB erlebt beim 1:1 gegen Lazio einen turbulenten Abend in der Champions League. Roman Bürki sichert den Einzug ins Achtelfinale, Kapitän Marco Reus bleibt blass. Die Einzelkritik.

Lucien Favre warf nach der 1:2-Niederlage gegen den 1. FC Köln vom vergangenen Samstag – teils freiwillig, teils notgedrungen – die Rotationsmaschine an. Der BVB-Trainer veränderte seine Startelf gegen Lazio Rom auf sieben Positionen. Am Ende stand ein 1:1 (1:0) auf der Anzeigetafel. Borussia Dortmund in der Einzelkritik:


Roman Bürki:
In Durchgang eins einmal geprüft und gegen Correas Fußspitze auf dem Posten (19.), nach einer Stunde packte er bei Patrics Distanzschuss zu. Kurz danach stark gegen Immobiles Flachschuss (62.), beim Elfmeter zum 1:1 machtlos (67.). Am Ende hielt er den Punkt fest. Note: 1,5


Lukasz Piszczek:
Erstes Pflichtspiel für den Polen von Beginn an seit dem 1:3 in Rom am 20. Oktober. Der 35-Jährige konnte seine fehlende Spielpraxis und seine fehlende Geschwindigkeit nur selten verbergen. Note: 4,5


Mats Hummels: Der Abwehrchef dirigierte und motivierte aus dem Zentrum der Dortmunder Dreierkette. Löschte in höchster Not gegen Correa (19.), nachdem Akanji gepatzt hatte. Kurz vor Schluss verletzt raus. Note: 2,5


Manuel Akanji:
Spielte solide, leistete sich allerdings einen Aussetzer, der es in sich hatte. Schlimmer Fehlpass in Immobiles Füße (19.), Hummels bügelte ihn aus. In Durchgang zwei dann mit Schwerstarbeit. Note: 3,0


Mateu Morey:
Erstmals in einem Champions-League-Spiel von Beginn an auf dem Rasen. Sein erster Flankenversuch landete weit hinter dem Römer Tor (12.). Ansonsten zeigte er sich wenig nervös. Seine wichtige Rettungstat gegen Correa schenkte weiteren Mut (39.). Guter Flankenlauf vor Schulz‘ Großchance (68.). Note: 3,0

Jude Bellingham: Der junge Engländer ging beherzt zu Werke, probierte viel, lief noch mehr, aber nicht alles klappte. Note: 3,5


Thomas Delaney: Einmal mehr unermüdlicher Arbeiter im BVB-Mittelfeld. Einer für die „Hausaufgaben-Erledigung“, wie der Dortmunder Sportdirektor Michael Zorc es nennt. Delaney erledigte seine Hausaufgaben super. Sein Ballgewinn vor dem 1:0 lieferte die Grundlage für die BVB-Führung kurz vor der Pause (44.). Note: 2,5


Raphael Guerreiro: Bekam seine Zerrung rechtzeitig in den Griff, das tat dem BVB sichtlich gut. Umtriebig und ballsicher auf der linken Seite. Toller Lauf in die Tiefe und eiskalter Abschluss zum 1:0 (44.). Nach einer guten Stunde war Feierabend. Note: 2,0

Giovanni Reyna: Durfte auf seiner Lieblingsposition hinter den Spitzen spielen und bewegte sich intelligent im Römer Abwehrdickicht. Lieferte den vorletzten Pass vor dem 1:0 (44.), scheiterte mit drei Abschlüssen selbst in aussichtsreicher Position (21., 30., 50.). Note: 3,0


Thorgan Hazard: Eine von zwei Dortmunder Spitzen, und auffälliger als sein Nebenmann Reus. Scheiterte aus der Distanz an Reina (30.), setzte Guerreiro vor dem 1:0 perfekt in Szene (44.). Note: 2,5


Marco Reus:
Versuchte zusammen mit Hazard den verletzten Haaland ganz vorne zu ersetzen. Im ersten Durchgang klappte das nicht wirklich, dennoch war er am 1:0 beteiligt, weil er im richtigen Moment Guerreiro den Vortritt ließ und so passiv im Abseits blieb. Note: 4,0

Nico Schulz: Unglücklicher ist schwierig: Erst verursachte er mit seiner ersten Aktion nach seiner Einwechslung einen Elfmeter (65.), dann vergab er die große Chance zum 2:1 (68.). Der Elfmeterpfiff war diskutabel, Schulz‘ Einsteigen gegen Milinkovic-Savic allerdings auch wenig clever. Note: 4,5


Jadon Sancho (76. für Reus) und Julian Brandt (76. für Hazard) und Axel Witsel (87. für Bellingham) kamen spät ins Spiel und bleiben ohne Note.

Über den Autor
BVB-Redaktion
Tobias Jöhren, Jahrgang 1986, hat an der Deutschen Sporthochschule in Köln studiert. Seit 2013 ist er Mitglied der Sportredaktion von Lensing Media – und findet trotz seines Berufes, dass Fußball nur die schönste Nebensache der Welt ist.
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Tobias Jöhren

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