BVB erfüllt Tuchel-Forderung - Mkhitaryan glänzt

3:0 in Stuttgart

Borussia Dortmund hat die Meisterfeier des FC Bayern München um mindestens eine Woche vertagt: Der BVB gewann beim akut abstiegsbedrohten VfB Stuttgart nach einer phasenweise sehr wilden Partie am Samstag mit 3:0 (2:0). Vor allem Henrikh Mkhitaryan erwischte einen glänzenden Tag.

STUTTGART

, 23.04.2016, 17:20 Uhr / Lesedauer: 2 min
Henrikh Mkhitaryan (r.) erzielt den Treffer zum 3:0.

Henrikh Mkhitaryan (r.) erzielt den Treffer zum 3:0.

Stuttgart im Abstiegskampf, Dortmund im Pokalmodus - da machte sich im Vorfeld der Partie der eine oder andere Schwabe Hoffnung auf einen Überraschungssieg des VfB. Doch BVB-Trainer Thomas Tuchel hatte seiner Mannschaft die Richtung am Tag vor der Partie unmissverständlich vorgegeben: "Wir wollen noch mal mit der absoluten Schärfe ins Spiel und athletisch über unsere Grenzen gehen“, hatte der 42-Jährige erklärt, "wir wollen alles holen, was wir kriegen können."

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Bundesliga, 31. Spieltag: VfB Stuttgart - BVB 0:3 (0:2)

Bilder der Bundesliga-Partie zwischen dem VfB Stuttgart und Borussia Dortmund.
23.04.2016
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Bilder der Partie Stuttgart gegen Dortmund.© Foto: dpa
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Schlagworte Borussia Dortmund,

Die Rotation, die er drei Tage nach dem Pokalsieg in Berlin (3:0) vornahm, fiel daher auch moderat aus. Tuchel tauschte drei Viertel seiner Viererkette (Hummels, Schmelzer, Bender) gegen Sokratis, Erik Durm und Matthias Ginter aus. Außerdem ersetzte Christian Pulisic Gonzalo Castro im Mittelfeld. Ansonsten spielte - mit Ausnahme der verletzt in Dortmund gebliebenen Ilkay Gündogan und Pierre-Emerick Aubameyang - Dortmunds stärkste Kapelle.

Dortmund drückt aufs Tempo

Und das machte sich früh bemerkbar in einem wilden, teils spektakulären Spiel, an dem der frühere VfB-Trainer Alexander Zorniger seine helle Freude gehabt hätte: Dortmund drückte sofort aufs Tempo und offenbarte so große Lücken in der Stuttgarter Hintermannschaft. Nur neun Minute dauerte es, bis Marco Reus die erste dicke Chance zur Führung hatte. Der Borusse aber schoss aus kurzer Distanz am linken Pfosten vorbei. Doch auch der VfB blieb nicht ungefährlich und hatte durch Filip Kostic eine erste Torannäherung (11.).

Beide Teams spielten faktisch ohne Mittelfeld - was vor allem den neutralen Zuschauern gefiel. Zügig ging es hin und her, zwischen Torabschlüssen auf der einen und der anderen Seite lagen manchmal weniger als 30 Sekunden. Die Fehlerquote auf beiden Seiten war hoch.

Höhere Qualität

In den Szenen vor den Toren machte sich allerdings die höhere Qualität der Dortmunder bemerkbar. Während der BVB die offenen Räume in der VfB-Hälfte nach 21 Minuten und einer schönen Einleitung über Marco Reus und Henrikh Mkhitaryan eiskalt zum 1:0 durch Shinji Kagawa nutzte, blieb Emiliano Insua zwei Minuten später mit seinem Schuss am heranfliegenden Pulisic hängen. Die Führung des BVB ging daher in Ordnung, auch wenn beide Teams in den ersten 35 Minuten immer wieder gefährlich im letzten Drittel auftauchten.

Eine gewisse Sorglosigkeit in ihren Bemühungen konnte man den Dortmunder zwar nicht ganz absprechen, aber das fiel nicht weiter ins Gewicht. Erst recht nicht, nachdem Pulisic kurz vor dem Pausenpfiff das zweite Tor nachgelegt und die Partie damit praktisch entschieden hatte (45.). Für den US-Amerikaner war es bereits das zweite Saisontor. Nie zuvor war das einem Bundesliga-Spieler so früh geglückt wie Pulisic, der am Samstag auf den Tag genau 17 Jahre, sieben Monate und fünf Tage alt war.

53. Torbeteiligung im 49. Saisonspiel

Man hörte an den Pfiffen der Stuttgarter Fans zur Halbzeit, wie schwer der abstiegsbedrohte VfB von diesen beiden Wirkungstreffern gezeichnet war. Und Dortmund machte nach dem Seitenwechsel einfach konsequent weiter. Nach Flanke von Kagawa konnte Stuttgarts Keeper Przemyslaw Tyton zunächst einem Kopfball von Adrian Ramos parieren, beim Nachschuss von Mkhitaryan war er dann allerdings machtlos (57.). Für den Armenier war es die dritte Torbeteiligung der Partie - und die 53. im 49. Saisonspiel. Ein sensationeller Wert.

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Der Deckel war nun endgültig drauf auf Dortmunds 23. Saisonsieg, die Hektik auf dem Rasen hatte sich gelegt, der BVB spielte die Minuten jetzt ruhig von der Uhr. Nur einmal wurde es noch gefährlich vor dem Kasten des weitgehend unterbeschäftigten Roman Bürki. Ginter jedoch blockte Martin Harniks Schuss (72.), bevor der Schweizer Schlussmann der Borussia eingreifen musste

Auf den BVB wartet nun eine ungewohnt ruhige Woche. Nach dem Auslaufen am Sonntag steht erst am Mittwoch die nächste Trainingseinheit an. Am kommenden Samstag gastiert der VfL Wolfsburg um 15.30 Uhr im Signal Iduna Park.

 

 

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