BVB-Fanmarsch gedenkt Vereinsrettung vor zehn Jahren

Vor Heimspiel

"Niebaum, Meier, Pleitegeier" - mit dieser Parole bahnten sich vor zehn Jahren 1500 BVB-Fans ihren Weg vom Friedensplatz zum Stadion. Kurze Zeit später schaffte es Borussia Dortmund, die Insolvenz doch noch zu vermeiden. Zum zehnten Jahrestag der Rettung gibt im Vorfeld des Heimspiels gegen den 1. FC Köln am Samstag es eine Neuauflage des Fanmarschs.

DORTMUND

, 12.03.2015, 15:16 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die BVB-Anhänger haben sich vor der Oper versammelt. Sie wollen bis zum Stadion ziehen.

Die BVB-Anhänger haben sich vor der Oper versammelt. Sie wollen bis zum Stadion ziehen.

Um 15 Uhr wollen BVB-Fans vom Platz der alten Synagoge vor dem Theater zum Signal Iduna Park ziehen. Der Anmelder der Kundgebung, Jan-Henrik Gruszecki von der Ultra-Gruppe "The Unity", rechnet mit 500 bis 1500 Teilnehmern. 

Der Tag ist bewusst gewählt. Genau zehn Jahre zuvor, am 14. März 2005, entschied sich das Schicksal des BVB. In letzter Minute segneten die Eigner des Stadionfonds Molsiris in einer außerordentlichen Gesellschafterversammlung am Düsseldorfer Flughafen den Sanierungsplan des hochverschuldeten Vereins ab. Borussia Dortmund war gerettet - eine Entscheidung, ohne die die atemberaubende Wiedergeburt des BVB unter Jürgen Klopp nicht möglich gewesen wäre.

"Mit Stolz und Demut zurückblicken"

Bereits einen Monat zuvor, am 12. Februar 2005, hatten 1500 Fans ihren Unmut über die damalige Vereinsführung in einem großen Protestmarsch geäußert. Sie marschierten hinter einem großen Plakat mit der Aufschrift "Not for Sale" zum Stadion.

Diesem Protest wollen die Organisatoren des neuen Fanmarschs am Samstag gedenken: "Vergiss niemals, wo du herkommst", heißt es in der Ankündigung der BVB-Fanabteilung. "Lasst uns alle mit Stolz und Demut zurückblicken um auch im Hier und Jetzt kritisch zu bleiben und die Zukunft vernünftig mitzugestalten."

So berichteten wir 2005 über den Fanmarsch:

 

 

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