BVB-Fans aus Norwegen pilgern nach Dortmund: „Das hat Aki Watzke extra arrangiert“

Borussia Dortmund

Der BVB ist im Erling-Haaland-Fieber - das sorgt für Ekstase beim norwegischen Fanclub „Borussentrolle“, der seinen Geburtstag in Dortmund feiert. Bejubelt wird aber nicht nur der Stürmer.

Dortmund

, 04.02.2020, 14:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
Der norwegische BVB-Fanclub „Borussentrolle“ erlebte ein turbulentes Wochenende in Dortmund.

Der norwegische BVB-Fanclub „Borussentrolle“ erlebte ein turbulentes Wochenende in Dortmund. © Borussentrolle

Das Hämmern dröhnt beim Öffnen der Tür bis auf die Straße. Immer wieder ist das dumpfe Schlagen mit den Fäusten auf die Holztische zu hören. Eintritt in den Gästeblock, den separaten Bereich im Restaurant „Mit Schmackes“. Haaland-Rufe ertönen, der norwegische Shootingstar des BVB wird gefeiert. Die Fäuste donnern auf den Tisch. Über dem Raum steht zwar Gästeblock, sie gehören aber dazu wie jeder andere in dieser Stadt.

Borussentrolle feiern ein ganz besonderes BVB-Jubiläum

50 Norweger haben das Lokal übernommen, extra angereist für das Borussia-Spiel gegen Union Berlin. Mehr als 30 Stunden unterwegs, mehr als 1000 Kilometer zurückgelegt. Der Raum ist in schwarzgelben Farben und Norwegen-Flaggen gehüllt. Im Dauertakt ertönt: „Hurra, hurra, die Norweger sind da!“ Es ist der einzige norwegische Fanclub von Borussia Dortmund. Die „Borussentrolle“ feiern in diesen Tagen ihr zehnjähriges Bestehen - das kommt der Hype um Erling Haaland gerade recht.

Ein Geschenk des BVB zum zehnjährigen Bestehen: ein Trikot mit Widmung und Unterschrift von Erling Haaland.

Ein Geschenk des BVB zum zehnjährigen Bestehen: ein Trikot mit Widmung und Unterschrift von Erling Haaland. © Borussentrolle

„Das hat Aki Watzke extra arrangiert. Es war ein schönes Jubiläumsgeschenk“, sagt Ole Radenbach und lacht. Er hat den Fanclub vor zehn Jahren gegründet, bekam damals gerade so die Mindestanzahl von zehn Leuten für die Gründung zusammen. Nun sind es mehr als 200. Und seit der Haaland-Verpflichtung sind mehr als 100 Anträge für eine Neuanmeldung dazugekommen. Der 30-jährige Radenbach ist seit den 90er-Jahren BVB-Fan, kommt ursprünglich aus Menden im Sauerland.

Mehr Spiele des BVB in Norwegen zu sehen

1999 ging es für ihn mit der Familie nach Oslo, den BVB zu verfolgen, wurde immer schwieriger. Eine Zeit lang gab es Spiele im Fernsehen zu sehen, dann waren keine TV-Rechte mehr da. „Ich habe über das Netradio gehört“, erklärt er. Doch die Popularität des BVB wuchs immer mehr. Als sich die Erfolgsgeschichten der Borussia jährlich steigerten, bekamen die Norweger auch wieder deutlich mehr Spiele der Schwarzgelben zu sehen. „Wir hatten in Norwegen recht viel Medienaufmerksamkeit in den vergangenen Wochen“, sagt Radenbach. Das hängt vor allem mit Erling Haaland zusammen.

„Wir hoffen, dass Erling Haaland eine richtig geile Zeit in Dortmund hat und viele Tore schießt.“
Ole Radenbach

Der BVB schickt zur Jubiläumsfeier in Teddy de Beer eine echte Legende, er organisiert Tickets für das Spiel gegen Union Berlin. Ein Haaland-Trikot mit Widmung und Unterschrift gibt es obendrauf. „Das ist geil, super vom BVB“, sagt Radenbach. Und diese spezielle Verbindung bleibt nicht verborgen. TV-Teams in Norwegen ranken sich seit dem Haaland-Transfer darum, mit dem Fanclub zu drehen.

Haaland trifft - BVB-Fans haben ein „god helg“

Radenbach nimmt es mit Humor: „Für die Norweger ist es sehr speziell, wenn es jemanden gibt, der in einer anderen Sportart als Skifahren erfolgreich ist. Wir hoffen, dass Erling Haaland eine richtig geile Zeit in Dortmund hat und viele Tore schießt.“ Gelungen ist das jetzt schon. Sieben Tore in drei Spielen sprechen für sich. Der dritte Sieg im dritten Rückrundenspiel ebenso.

Für die norwegischen Medien seit dem Haaland-Transfer interessant: Ole Radenbach (M.) und die Mitglieder des BVB-Fanclubs „Borussentrolle“.

Für die norwegischen Medien seit dem Haaland-Transfer interessant: Ole Radenbach (M.) und die Mitglieder des BVB-Fanclubs „Borussentrolle“. © Borussentrolle

Nachdem der norwegische Fanclub in den vergangenen Jahren auch schon mal Pech hatte - wie in der vergangenen Saison beim 3:3 gegen Hoffenheim, feierte man ein „god helg“ - ein schönes Wochenende auf Norwegisch in Dortmund.

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