Champions League

BVB-Fans protestieren gegen die UEFA – Sporting-Anhänger verletzen Ordner

Beim Heimspiel gegen Sporting protestieren die BVB-Fans erneut gegen die Reform der Champions League. Im Gäste-Fanblock kommt es zu unschönen Szenen - die Polizei muss eingreifen.
„Stop UCL Reforms“: Die BVB-Fans protestierten beim Heimspiel gegen Sporting gegen die Champions-League-Reform. © imago / Team 2

Für Spektakel auf dem Platz war am Dienstagabend im Signal Iduna Park wenig Platz. Der BVB fuhr am zweiten Spieltag der Gruppenphase einen 1:0-Arbeitssieg gegen Sporting ein. Für Ärger sorgten einige Gästefans – die Polizei musste einschreiten, mehrere Strafverfahren wurden eingeleitet.

BVB-Sieg gegen Lissabon: Gäste-Fans verletzen Ordner

Im Vorfeld der Partie verhielten sich die portugiesischen Fans zwar weitgehend friedlich, verursachten aber auch einen Feuerwehreinsatz in der U-Bahn-Haltestelle Stadtgarten, die daraufhin evakuiert und gesperrt werden musste. Eine Mitarbeiterin der DSW21 wurde dabei leicht verletzt, ebenso sechs Polizistinnen und Polizisten. Im Stadion folgten dann noch körperliche Auseinandersetzungen.

„Während der Spielphase kam es im Gästefanblock zu mehreren Becherwürfen sowie Auseinandersetzungen innerhalb der Gastfanszene, in dessen Zuge Mitarbeitende des Ordnungsdienstes des BVB körperlich angegangen und verletzt wurden“, heißt es in einer Pressemitteilung der Polizei Dortmund. Es seien „anlassbezogene Strafverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung eingeleitet“ worden. „Es konnten mehrere Tatverdächtige identifiziert werden; wovon eine Person in Gewahrsam genommen wurde“, teilte die Polizei mit.

BVB-Fans protestieren gegen Champions-League-Reform

Friedlicher zeigten sich die Anhänger von Borussia Dortmund. Vor der Partie hatte das Fanbündnis „Südtribüne Dortmund“ ein Statement veröffentlicht und sich wiederholt gegen die geplante Reform der Champions League positioniert.

„Wir Fans wünschen uns mehr Spannung in den nationalen Ligen, keine Zwei- oder Dreiklassengesellschaften. Europäische Spiele sollen Highlights bleiben, denen man wochenlang entgegenfiebert“, hieß es in der Stellungnahme. „Dafür braucht es Reformen, aber die müssen in eine andere Richtung gehen. Die Zahl der Gruppenspiele darf keinesfalls erhöht werden. Eine Qualifikation zu den europäischen Wettbewerben darf nur auf dem sportlichen Weg über die Vorsaison möglich sein. Die Europapokalteilnehmer müssen mehr Geld an ihre nationalen Mitbewerber abgeben.“

„Stop UCL Reforms“: Uefa kassiert Banner der BVB-Fans ein

Im Stadion selbst war vor Spielbeginn dann ein Banner zu sehen – mit auf der Aufschrift „Stop UCL Reforms“. Dieses musste jedoch nach einigen Minuten abgehängt werden.

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