Zeitspiel

BVB gegen Union Berlin: Eine Premiere mit Überraschungen

Borussia Dortmund und Union Berlin standen sich erstmals im Oktober 2016 in einem Pflichtspiel gegenüber. Es war eine Premiere mit klar verteilten Rollen - und vielen Überraschungen. Unser Zeitspiel.
BVB-Matchwinner im DFB-Pokal gegen Union Berlin: Roman Weidenfeller. © dpa

79.073 Zuschauer im Signal Iduna Park, laute Gesänge, kaum freie Plätze – die Ausgangslage für einen gelungenen Fußball-Abend hätte am 26. Oktober 2016 kaum besser sein können, als Borussia Dortmund und Union Berlin erstmals in einem Pflichtspiel aufeinandertrafen. In der zweiten Runde des DFB-Pokals waren die Rollen klar verteilt: Auf der einen Seite der große Bundesligist, auf der anderen der kleine Zweitligist aus dem Berliner Stadtteil Köpenick.

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Doch zunächst einmal musste der Anpfiff um 15 Minuten verschoben werden. Rund 10.000 Fans hatten die Eisernen nach Dortmund begleitet, aber nicht alle hatten eine Karte fürs Spiel erhalten. Nach einem versuchten Stadion-Sturm machte der BVB erstmal die Schotten des Signal Iduna Parks dicht.

BVB tritt ohne den verletzten Pierre-Emerick Aubameyang an

Als der Ball dann rollte, lieferten sich beide Teams einen packenden Pokal-Fight. Wie erwartet, dominierte der BVB mit hohem Ballbesitz die Begegnung, konnte sich gegen den strukturiert und aufopferungsvoll verteidigenden Zweitligisten aber kaum echte Chancen erarbeiten. Ob das Fehlen des erkrankten Christian Pulisic und des verletzten Pierre-Emerick Aubameyang daran einen Anteil hatte? Die Abteilung Attacke um Stürmer Adrian Ramos und die Mittelfeld-Männer Emre Mor, Mario Götze, Gonzalo Castro und Jacob Bruun Larsen tat sich jedenfalls schwer.

Kurz vor der Pause ging der BVB gegen Union Berlin in Führung. © dpa © dpa

Ausgerechnet durch eine Aktion des Debütanten Bruun Larsen ging der BVB kurz vor der Pause dann aber doch in Führung. Der damals 18-Jährige zog ab, der Ex-Dortmunder Michael Parensen fälschte den Ball unhaltbar in den Union-Kasten ab (44.).

Fans von Union Berlin zünden reichlich Pyro-Technik im BVB-Stadion

Auch der Beginn des zweiten Durchgangs verzögerte sich. Die Berliner Fans zündeten in ihrem Block ein Freudenfeuer mit derart viel Pyrotechnik, dass Schiedsrichter Dr. Jochen Drees wartete, bis sich die Rauchschwaden verzogen hatten. In der zweiten Hälfte verlief die Partie dann merklich ruhiger. Der BVB hatte das Spiel im Griff und ließ es ruhiger angehen. Bis zur 81. Minute: Nach einer Berliner Ecke konnte Julian Weigl den Ball per Kopf nicht aus der Gefahrenzone befördern, der eingewechselte Union-Stürmer Steven Skrzybski hielt aus gut 20 Metern drauf und traf spektakulär ins lange Eck – Ausgleich!

Pyro-Feuerwerk im Union-Fanblock. © dpa © dpa

Nun machte auch der BVB wieder richtig mobil, konnte in den letzten regulären Spielminuten den Ball aber nicht mehr ins Berliner Tor befördern. Mor scheiterte am Pfosten (86.). So ging die Partie in die Verlängerung, in der sich beide Teams einen offenen Schlagabtausch mit guten Chancen lieferten.

BVB-Keeper Weidenfeller sichert den Sieg im Elfmeterschießen

Weil keine weiteren Treffer fielen, kam es zum Elfmeterschießen – in dem BVB-Keeper Roman Weidenfeller seine Klasse zeigte und die Schüsse der Unioner Felix Kroos und Stephan Fürstner entschärfte. Als Philipp Hosiner den nächsten Berliner Elfmeter an die Latte setzte, war Dortmund einer Blamage entgangen – auf Dortmunder Seite hatten der eingewechselte Ousmane Dembele, Matthias Ginter und Mario Götze verwandelt.

BVB-Torhüter Roman Weidenfeller parierte zwei Elfmeter. © dpa © dpa

In bisher vier Bundesliga-Duellen zwischen dem BVB und Union Berlin gab es ausschließlich Heimsiege. Auch im Duell an diesem Sonntag (17.30 Uhr, live auf DAZN) geht die Borussia als klarer Favorit ins Spiel. Dass die Berliner als kleiner Klub nur wenig Gegenwehr leisten, daran glaubt in Dortmund niemand mehr.

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