Treffsicher im DFB-Pokal: BVB-Kapitän Marco Reus (M.). © imago / RHR-Foto
09 Pokal-Fakten

BVB gegen Wehen Wiesbaden: Youngster mit guten Erinnerungen – auf Reus ist Verlass

Dortmund gegen Wehen Wiesbaden - diese Partie gibt es im DFB-Pokal erst zum zweiten Mal. Ein BVB-Youngster hat gute Erinnerungen an die Hessen. Auf Marco Reus ist in diesem Wettbewerb Verlass.

Borussia Dortmund startet beim SV Wehen Wiesbaden in die Saison 2021/22. BVB-Trainer Marco Rose gibt sein Pflichtspiel-Debüt – und hat mit großen Personalproblemen zu kämpfen. Die 09 Fakten zum ungleichen Duell:


01.) Erst ein Pokal-Duell:
Im DFB-Pokal sind der BVB und der SV Wehen Wiesbaden erst einmal aufeinandergetroffen – in der Saison 2000/2001. In der zweiten Runde taten sich die Dortmunder gegen den damals noch als SV Wehen Taunusstein auflaufenden Klub lange Zeit schwer. Nach 90 Minuten stand es 0:0 – erst in der Verlängerung gelang BVB-Torjäger Heiko Herrlich der erlösende Siegtreffer (92.).

02.) Ein Borusse hat Wiesbaden schon aus dem Pokal gekegelt: Aus der BVB-Mannschaft, die 2000 gegen Wiesbaden in die Verlängerung musste, ist kein Spieler mehr als Profi aktiv. Youngster Youssoufa Moukoko allerdings hat bereits Erfahrungen gegen den Verein gesammelt. Im DFB-Pokal der U19-Junioren schoss der damals 15-Jährige den BVB mit drei Treffern zum 3:0-Sieg gegen den Wiesbadener Nachwuchs. Nach vier Minuten brachte er die Schwarzgelben in Führung, in der 23. Minute erhöhte er per Elfmeter auf 2:0 und in der 62. Minute sorgte Moukoko erneut per Strafstoß für den 3:0-Endstand.

03.) Wiesbaden-Kapitän ist BVB-Fan: Der Wiesbadener Kapitän Sascha Mockenhaupt ist bekennender BVB-Fan. „Das Fan-Herz ist riesig“, sagte der Verteidiger der „Hessenschau“. „Für mich ist das keine Floskel. Seit dem Kindergarten bin ich Dortmund-Fan.“ Mit dem Spiel gegen den BVB gehe für ihn ein Traum in Erfüllung, sagte er in einem Interview auf der DFB-Homepage. Im Training habe es Sprüche gegeben wie „Wehe, du machst ein Eigentor“ oder „Zieh in den Zweikämpfen mit Haaland bloß nicht zurück“. Zurückstecken will der 29-Jährige gegen seinen Herzensklub allerdings nicht: „Den größten Respekt kann man seinem Lieblingsverein meiner Meinung nach aber dadurch erweisen, wenn man alles reinhaut.“

04.) BVB-Kader hat rund 80-fachen Wert des Wiesbadener Teams: Mit 571 Millionen Euro beziffert die Website „transfermarkt.de“ den Marktwert des aktuellen BVB-Kaders. Allein 130 Millionen Euro entfallen dabei auf Erling Haaland, Jude Bellingham wird mit 55 Millionen Euro gelistet. Der Wert des Wiesbadener Kaders liegt demnach bei 7,1 Millionen Euro – und damit etwa so hoch wie der des derzeit verletzten Mateu Morey (sieben Millionen Euro).

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05.) Von Wiesbaden ins schwarzgelbe Trikot: Diesen Weg schlug Innenverteidiger Niklas Dams ein. Der 31-Jährige wechselte 2020 aus Hessen nach Dortmund, allerdings zum BVB II. Für die Drittliga-Mannschaft der Borussia kann Dams aber erst nach Ablauf einer Rotsperre wieder auflaufen. Ein paar Tipps für seine Teamkollegen Antonios Papodopoulos und Lennard Maloney, die derzeit aufgrund der Personalknappheit in der Abwehr bei den BVB-Profis aushelfen, dürfte er aber trotzdem parat haben.

06.) Aktiver BVB-Torjäger im Pokal: Im aktuellen Kader ist Kapitän Marco Reus der Spieler mit den meisten Treffern im DFB-Pokal. In 41 Spielen (eins für Rot-Weiß Ahlen, zehn für Borussia Mönchengladbach und 30 für den BVB) kommt der 32-Jährige auf 16 Tore, zwölf davon im schwarzgelben Dress.

07.) Durwachsene Pokalbilanz für Marco Rose: Mit Marco Rose steht in dieser Saison ein neuer Trainer für den BVB an der Seitenlinie. In seinen zwei Jahren als Cheftrainer von RB Salzburg erreichte der 44-Jährige jeweils das österreichische Pokal-Finale, einmal feierte er den Titelgewinn. In seinen zwei Jahren bei Borussia Mönchengladbach war seine Pokal-Bilanz weniger beeindruckend. Mit den Gladbachern flog Rose 2019 in der zweiten Runde gegen den BVB raus, eine Saison später dann im Viertelfinale – wieder gegen die Dortmunder Borussia.

08.) BVB-Bilanz nach Pokalsiegen: Fünf Mal hat Titelverteidiger Borussia Dortmund den DFB-Pokal bereits gewonnen – und bei allen Siegen in den vergangenen 30 Jahren erreichten die Schwarzgelben in der Folge-Saison immer mindestens das Achtelfinale. Schlechter sah es in den Jahren zuvor aus: Nach dem Pokalsieg 1989 zog der BVB in der darauffolgenden Saison in der zweiten Runde gegen Eintracht Braunschweig den Kürzeren. Nach dem ersten DFB-Pokalsieg 1965 schaltete der FC Bayern die Borussia in der Qualifikationsrunde aus.

09.) BVB lange Zeit ohne Patzer gegen unterklassige Klubs: Das letzte Ausscheiden des BVB gegen einen Nicht-Bundesligisten im DFB-Pokal liegt schon länger zurück. In der Saison 2010/2011 schossen die Kickers Offenbach den BVB mit 4:2 im Elfmeterschießen in der zweiten Runde aus dem Wettbewerb. Seitdem haben sich die Schwarzgelben gegen unterklassige Klubs keine Blöße gegeben.

Über den Autor
Gebürtiger Dortmunder mit viel Liebe für den großen und kleinen Sport: Hauptsache, es rollt, tickt oder geht ordentlich vorwärts. Ob im Fernsehen, am Spielfeldrand oder selbst mit Ball und Rad unterwegs. Seit 2014 für Lensing Media im Einsatz, erst in Freier Mitarbeit, nun als Volontär.
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Hendrik Nachtigäller

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