BVB gegen Zenit: Als Lewandowski St. Petersburg zur Verzweiflung brachte

Zeitspiel

Die Wege von Borussia Dortmund und Zenit St. Petersburg kreuzten sich zuletzt 2014. Im Achtelfinale der Champions League brachte BVB-Torjäger Robert Lewandowski die Russen zur Verzweiflung.

Dortmund

, 28.10.2020, 14:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Brachte Zenit St. Petersburg zur Verzweiflung: BVB-Stürmer Robert Lewandowski.

Brachte Zenit St. Petersburg zur Verzweiflung: BVB-Stürmer Robert Lewandowski. © picture alliance / dpa

Sebastian Kehl, Sechser und Kapitän der Borussia, war es ein Bedürfnis, Robert Lewandowski über den grünen Klee zu loben. Er habe sich nie beirren lassen, lobte er den Polen. „Er ist wahnsinnig präsent, ackert unheimlich, ein guter Junge.“ Der an jenem 25. Februar 2014 seiner Berufung außerdem verlässlich nachging: Beim Dortmunder 4:2-Sieg bei Zenit St. Peterburg traf Lewandowski zweifach. „Umtriebig und nicht zu bremsen. Leitete pfiffig den Torreigen ein, traf dann selbst doppelt“, schrieb der „Kicker“ und verteilte die Note 1,0.

BVB-Stürmer Lewandowski erzielt seine Treffer 16 und 17

In seinem damals 26. Königsklassen-Auftritt erzielte der Angreifer seine Treffer 16 und 17, schob sich in der internen Europapokal-Hitliste an Stephane Chapuisat vorbei. Auch in seinem vierten und letzten BVB-Jahr lieferte Lewandowski in aller Regelmäßigkeit. Unter anderem in Russland, was nicht nur bei Kehl für Verzückung sorgte nach einem zuvor äußerst ärgerlichen Rückschlag.

Mit 0:3 hatte die von Trainer Jürgen Klopp gecoachte Borussia vor ihrer Russland-Reise gegen den Hamburger SV verloren und dabei alle Basis-Tugenden vermissen lassen. Wachsweich spielte sie, ohne den nötigen Widerstand. Gegen St. Petersburg im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League änderte sich das schlagartig.

BVB gegen Zenit: Witsel steht neben sich

Die Borussia attackierte exzessiv, Klopp sah „eine Lehrveranstaltung in Sachen Pressing und Gegenpressing“. Und Nuri Sahin, neben Kehl und vor dem Innenverteidiger-Duo Sokratis/Manuel Friedrich im defensiven Mittelfeld aufgeboten, freute sich über eine „Super-Ausgangsposition“ für das Rückspiel.

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Nachdem Henrikh Mkhitaryan und Marco Reus in der Anfangsphase getroffen hatten und den Russen der Anschlusstreffer gelungen war, trat Lewandowski ins Rampenlicht und traf zum 3:1 und 4:2. Axel Witsel, auf der Gegenseite von Anfang bis Ende auf dem Feld, wäre da als Wellenbrecher nötig gewesen, um die wuchtigen Angriffe der Borussia abzuwehren. Er stand an diesem Tag allerdings eher neben sich - und musste zwei Wochen später miterleben, wie seine Mannschaft beim BVB das Weiterkommen knapp verpasste.

BVB zittert sich gegen St. Petersburg ins Viertelfinale

Mit 2:1 gewann St. Petersburg in Dortmund. Die Borussia, der Vorjahresfinalist, zitterte sich ins Viertelfinale der Champions League. Dort wartete Real Madrid - und rammte dem BVB das Stopp-Schild in den Weg. 0:3 verlor die Borussia das erste Duell, 2:0 gewann sie das zweite. Angreifer Lewandowski ging diesmal leer aus.

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