BVB gelingt ein perfekter Start in die Rückrunde

3:1 in Gladbach

Mit einer beeindruckenden Teamleistung hat sich Borussia Dortmund aus der Winterpause zurückgemeldet. Der BVB entschied ein rassiges und hochklassiges Borussen-Duell in Mönchengladbach hochverdient mit 3:1 (1:0) für sich. Zwölf Zähler beträgt nun schon der Vorsprung auf Rang vier.

MÖNCHENGLADBACH

, 23.01.2016, 20:29 Uhr / Lesedauer: 3 min

Das sagt unser Reporter @DirkKrampe zum #BVB-Auftritt bei der @borussia. #BMGBVBpic.twitter.com/HLdvFTxeP2

— Ruhr Nachrichten BVB (@RNBVB)

Treffer von Marco Reus, Henrikh Mkhitaryan und Ilkay Gündogan waren Ausdruck einer reifen Leistung der Schwarzgelben gegen einen Gegner, der sich der geballten Offensivpower des BVB wie etliche andere zuvor nicht über die gesamte Strecke erwehren konnte. Dass die Gladbacher nie aufsteckten, wurde immerhin mit dem Anschlusstreffer zum 1:2 durch Raffael belohnt. Eng wurde es für die Borussia danach aber nicht mehr.

Keine personellen Überraschungen

Zwei Geheimtrainings vor dem Start in die Rückrunde hatte Thomas Tuchel zum Ende dieser Woche angesetzt. Überraschungen personeller Art tüftelte Borussia Dortmunds Trainer nicht aus - er schickte die erwartete Formation in das Borussen-Duell, in dem der BVB wie erwartet auf einen früh pressenden und sehr hoch verteidigenden Gegner traf.

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Bundesliga, 18. Spieltag: Borussia M'gladbach - BVB 1:3 (0:1)

Bilder der Bundesliga-Partie zwischen Borussia Mönchengladbach und Borussia Dortmund.
23.01.2016
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Bilder der Partie Mönchengladbach gegen BVB.© Foto: DeFodi
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Schlagworte Borussia Dortmund,

Dortmunds Stärken im Aufbau von hinten heraus störte Gladbach nicht nur mit Lars Stindl und Raffael, die am BVB-Strafraum die Anspiele auf Hummels und Sokratis unterbanden. Mahmoud Dahoud war zusätzlich auserkoren, den passsichersten Dortmunder Julian Weigl zuzustellen. Das führte zu etlichen langen Bällen, die Roman Bürki über die Gladbacher Pressingzone hinweg schlagen musste.

Aus dem Pressing befreien

Sich aus diesem Pressing zu befreien, das gelang dem BVB in den ersten 45 Minuten mit jeder weiteren Aktion besser. Gladbach hatte eine frühe Großchance, als Weigl nach einer Ecke den vorgerückten Innenverteidiger Andreas Christensen laufen ließ. Dessen unbedrängter Kopfball touchierte die Oberkante der Latte des Dortmunder Gehäuses (6.).

Doch weil es dem BVB über Gündogan als Ballverteiler und den außen immer wieder stark vorpreschenden Lukasz Piszczek mühelos gelang, sich schnell und konstruktiv zu befreien, zog sich Gladbach im Verlauf der ersten Hälfte dann sichtbar zurück. Das war auch Ausdruck des Respekts vor der Dortmunder Konterstärke.

Schnelle Konter

Wenn es über Gündogan und den lauffreudigen Marco Reus schnell ging, sah sich Gladbach defensiv sofort vor Probleme gestellt. Drei vielversprechende Vorstöße über Reus' rechte Seite, als sich der BVB schnörkellos und schnell zur Grundlinie durchspielen konnte, waren aber nicht von Erfolg gekrönt. Zwei Mal verpasste der unglücklich agierende Pierre-Emerick Aubameyang die Flachpässe von Reus und Piszczek in den Rücken der Abwehr, gleich in der zweiten Minute traf Gündogan die Direktabnahme nach Reus-Hereingabe nicht.  

Die #BVB-Spieler feiern den Sieg mit den Fans. #BMGBVBpic.twitter.com/NVF1G824SY

— Ruhr Nachrichten BVB (@RNBVB)

Also versuchte es Gündogan aus gut 20 Metern direkt, von einem Abwehrbein gelangte die Kugel zu Aubameyang, der zu überrascht war und vom herausstürzenden Sommer im Gladbacher Tor abgelaufen wurde (26.). Wenig später zielte Gündogan zu genau, sein Distanz-Kracher ging an die Oberkante der Latte (33.).

Hummels macht die Mitte zu

Von Gladbach kam in dieser Phase offensiv fast gar nichts mehr. Auf das schnelle Direktspiel hatte sich der BVB eingestellt, Mats Hummels machte die Mitte konsequent zu, Reus unterstützte rechts Piszczek gegen den vorrückenden Oscar Wendt, der nicht eine Flanke an den Mann bringen konnte. Und links überzeugte defensiv auch Schmelzer-Ersatz Joo-Ho Park, der die Seite gegen Traore dichtmachte.

Als Roman Bürki mit einem Lupfer-Pass die erste Pressing-Linie der Gladbacher überspielte und Gündogan völlig frei den Ball nach vorne treiben konnte, wurde die nachlässige Raumaufteilung in dieser Szene den "Fohlen" zum Verhängnis. Gündogan spielte den Ball perfekt auf Reus, Elvedi stand schlecht und konnte nur noch zusehen, wie Reus diesmal nicht flankte, sondern trocken ins lange Eck vollstreckte - das 1:0 (41.) war mittlerweile hochverdient.

Reus behält die Übersicht

Dass die Borussia in den weißen Trikot mit Beginn der zweiten Hälfte mit Vehemenz auf den Ausgleich drängen würde, durfte man erwarten. Traore bot sich dann auch die große Chance, als Wendts erste Flanke beim Mann aus Guinea landete. Bürki verkürzte glänzend den Winkel (48.).

Und als Henrikh Mkhitaryan in die Gladbacher Angriffsbemühungen hinein das 2:0 machte, schien eine Vorentscheidung gefallen zu sein. Ausgangspunkt war die tolle Balleroberung von Hummels gegen Traore, Gündogan spielte auf Reus, der nach innen zog, die Übersicht behielt und den blank stehenden Mkhitaryan anspielte. Der vollendete überlegt (51.).

Direkte Antwort

Viel zu schnell aus Dortmunder Sicht konnte Gladbach diesen Tiefschlag korrigieren. Der BVB schaute nur zu, als Dahoud und Stindl im BVB-Strafraum quer spielten, Raffael schließlich ließ den strauchelnden Park stehen und traf mit links überlegt flach ins Eck (58.).

Der Treffer erweckte den Borussia-Park zum Leben. In der Nordkurve trieb Gladbachs Anhang die eigene Elf nun frenetisch nach vorne, für den BVB ergaben sich offensiv nun riesige Räume, die aber Aubameyang zwei Mal nicht nutzen konnte.

Aubameyang glücklos

Seine dickste Chance vergab der Mann aus Gabun aber in der 73. Minute, als der BVB nach einer Ecke den Ball per Kopf aus der Gefahrenzone beförderte und der eingewechselte Erik Dum in den Lauf von Aubameyang lupfte. Aus der eigenen Hälfte heraus startete der Torjäger, ließ mit einem Haken Christensen aussteigen, lupfte dann aber frei neben das Tor (73.). Zwei Minuten später nutzte Dortmund dann aber den nächsten Konter: Mkhitaryan bediente Gündogan, der diesmal ins lange Eck traf.

Gladbach steckte auch danach nicht auf, nur der spät eingewechselte Jonas Hofmann vergab aber noch eine gute Einschusschance.

 

 

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