BVB II hat sich komfortables Polster auf Abstiegsränge erspielt

Gereifte Borussen

Zwei Ziele hatten sich die Spieler von Borussia Dortmund II vor dem letzten Spieltag gesetzt: Ein Sieg über Wacker Burghausen und dazu noch ein „zu Null“. Der Wunsch nach einer Begegnung ohne Gegentreffer war nur zu verständlich.

DORTMUND

von Von Harald Gehring

, 29.10.2013, 11:59 Uhr / Lesedauer: 2 min
BVB II-Torhüter Johannes Focher (l.) erwischte beim 3:1-Sieg gegen Burghausen einen perfekten Tag.

BVB II-Torhüter Johannes Focher (l.) erwischte beim 3:1-Sieg gegen Burghausen einen perfekten Tag.

Johannes Focher, der erst im September nach Hendrik Bonmanns Hüft-Verletzung von Sturm Graz zurück zum BVB II wechselte, durfte dennoch zufrieden sein. Eine fehlerfreie Leistung, dazu noch ein gehaltener Strafstoß machten seinen Auftritt perfekt. Focher also auf dem Weg zur neuen Nummer eins?Der Schlussmann bleibt Realist. „Ich kenne die Prioritäten beim BVB. Das wurde bereits vor meinem Wechsel geklärt. Aber das Spiel tat einfach gut nach sieben Gegentoren in diesen zwei Einsätzen. Dazu noch der gehaltene Strafstoß. Ich kenne meine Position und will durch Leistung in meinen Einsätzen überzeugen“, sagte Focher. Der Stammplatz ist also derzeit kein Thema.

Das stellt auch BVB II-Trainer David Wagner fest: „Wenn Zlatan fit ist, spielt er. Johannes weiß das, so ist der Job.“ Aller Voraussicht nach hütet Alomerovic das Borussen-Tor wieder am kommenden Samstag (14 Uhr) im Spiel bei RB Leipzig. Seine Sperre nach der Roten Karte in Münster (Notbremse) ist abgelaufen. Die Reise nach Sachsen zum Tabellendritten tritt Schwarzgelb voller Zuversicht an. „Das Spiel gegen Burghausen zeigte eine so laufstarke und taktisch disziplinierte Mannschaft, die eine wirklich überzeugende Leistung ablieferte“, lobt der Coach. Und einen Extra-Bonus gibt es gleich dazu. „Edisson Jordanov war für mich der beste Mann auf dem Platz. Eddi und Marvin Ducksch, der wahnsinnig viele Meter gemacht hat, dazu noch zwei Tore, haben die Partie entschieden.“

Ducksch hat sich mittlerweile als feste Größe in der Offensive etabliert, genießt festen Kontakt zum Bundesliga-Kader. Jordanov muss sich dies erst erarbeiten. Der Mittelfeldspieler, der vor dieser Spielzeit von Hansa Rostock zum BVB II wechselte, erwischte einen eher schwachen Saisonstart. Ein Kreuzbandriss und die damit verbundene lange Pause hatten ihn zurückgeworfen. „Aber er hat sich kontinuierlich gesteigert, drängte sich im Training auf. Wir kennen seine Möglichkeiten und erwarten noch viel von ihm“, betont Wagner. Trost spendet Wagner dem unglücklichen Tammo Harder, der wie in Münster nach einer Roten Karte taktisch bedingt ausgewechselt wurde. „Tammo kennt die Gründe. Das hatte nichts mit seiner Leistung zu tun.“ Zeit will David Wagner den beiden Innenverteidigern Marian Sarr und Koray Günter gönnen.

„Beide brauchen Spielpraxis, Marian ist ja noch A-Junior. Koray hatte eine sehr unglückliche Situation. Die Notbremse war natürlich ärgerlich“, erklärt der Trainer. Sarr könnte also auch in der A-Junioren-Bundesliga spielen. Günter muss erst einmal zusehen. Nach der Roten Karte gegen Burghausen droht ihm eine zweiwöchige Sperre.

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