BVB-Ikone Dickel: "Alle haben Angst"

Ausschreitungen in Athen

Tränengas, zerborstene Fensterscheiben, herausgerissene Marmorplatten auf dem Gehweg – kriegsähnliche Zustände, und mittendrin gut 100 Anhänger des Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund in höchster Angst.

ATHEN

von Von Dirk Krampe

, 19.10.2011, 18:25 Uhr / Lesedauer: 2 min
Im Hotel Grande Bretagne im Hintergrund saßen Norbert Dickel und Co. während der Ausschreitungen fest.

Im Hotel Grande Bretagne im Hintergrund saßen Norbert Dickel und Co. während der Ausschreitungen fest.

Das Champions-League-Spiel zwischen Olympiakos Piräus und Borussia Dortmund soll auf jeden Fall stattfinden.

Am Flughafen Athens hatten die Fluglotsen nach einem zwölfstündigen Ausstand schon am Mittwoch  Mittag ihre Arbeit wieder aufgenommen – und das war für den BVB und Fans, die gestern dann doch noch anreisen konnten, eine gute Nachricht. „Nach unseren Informationen können wir wie geplant die Heimreise antreten“, so BVB-Mediendirektor Josef Schneck. Fans gerieten offenbar nicht zwischen die Fronten der gewalttätigen Auseinandersetzungen. „Nach unseren Informationen sind alle wohlauf“, so Schneck. Ingo Scheurer, der mit zwei Freunden bereits am Montag angereist war, meldete sich gestern um kurz nach 17 Uhr direkt vom Stadion: „Es ist alles ganz ruhig hier.“ Sie waren tagsüber auch in der Stadt, blieben aber unbehelligt, „manche Demonstranten haben uns für den Abend sogar viel Glück gewünscht“.

Sebastian Bold war mit sieben Kumpels nach Athen gereist. Schon am Montag und Dienstag haben sich die BVB-Fans aus Berlin auf den Weg gemacht, von der Hauptstadt aus über München ging es mit der Lufthansa nach Athen. „Da hatten wir überhaupt keine Probleme“, sagt er. Wie und wann die Acht zurückkommen, das stand gestern noch in den Sternen.  „Wir haben von der Lufthansa eine Mail erhalten, dass der Rückflug am Donnerstag storniert ist. Daraufhin haben wir umgebucht auf Freitag und Samstag“, sagt Bold. Rund 600 Euro zusätzlich kostet das für jeden. Bold schüttelt den Kopf. „Wenn die Fluglotsen doch arbeiten, hätten wir uns das Theater ersparen können.“  

Das Champions-League-Spiel zwischen Olympiakos Piräus und Borussia Dortmund soll auf jeden Fall stattfinden.

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