BVB-Innenverteidiger Dan-Axel Zagadou sorgt für Verblüffung - und darf auf Startelf hoffen

mlzBorussia Dortmund

Dan-Axel Zagaodu dürfte nach der Winterpause in der Startelf von Borussia Dortmund gesetzt sein. Die Zahlen sprechen klar für den BVB-Innenverteidiger.

Marbella

, 13.01.2020, 16:10 Uhr / Lesedauer: 2 min

Dan-Axel Zagadou hat einen unverkennbaren Stil: Baumlang und mit Bärenruhe gesegnet. Die Fans lieben ihn. Und auch sein Trainer schenkt dem BVB-Innenverteidiger wieder das Vertrauen. „Daxo“ ist erst mal gesetzt in der Abwehr von Borussia Dortmund. Aus guten Gründen.

Dan-Axel Zagaodu nimmt es mit drei Gegnern gleichzeitig auf

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Noch einer. Und noch einer. Als sich schließlich drei Mainzer Gegenspieler vor Dan-Axel Zagadou aufbauen, ihm den Ball von den Füßen klauen wollen, scheint die Lage aussichtslos. Denn auch bis zur Seitenlinie verbleiben nur noch wenige Zentimeter Platz zum Ausweichen.

Da streckt dieser lange Zagadou einfach seinen Rücken durch. Hebt den Kopf hoch, sucht und findet eine Lücke. Eine halbe Drehung um die eigene Achse, breitschultrig den Ball abschirmen vor der jagenden Meute, dann der erstaunlich sanfte Tritt unter das Leder, sodass die Kugel an der Hüfte der Gegner vorbei aus dem Getümmel ins Freie fliegt. Borussias Angriff kann starten. Und Dan-Axel Zagadou, den diese Pressing-Attacke auch nur fast für einen Moment in Unruhe versetzt hätte, trabt gemächlich in seinem unverkennbaren Laufstil zurück auf seine Position. Job erledigt. Bon fait!

BVB-Innenverteidiger Zagadou verblüfft mit seiner Körpersprache

„Ich“, sagt der 1,96 Meter große Zagadou, den sie gerne „Daxo“ nennen, „ich versuche immer, die Ruhe zu bewahren.“ Es sind verblüffende Szenen, wenn dieser Abwehrkoloss des BVB mit hüftsteifer Geschmeidigkeit erst seine langen Beine sortiert, dann seinen Körper zwischen Ball und Gegenspieler schiebt und schließlich für klare Verhältnisse sorgt. Das sieht manchmal aus wie Zeitlupe. Für die Gegner geht es trotzdem zu schnell. Längst hat ihn das Publikum zum Liebling erkoren. Er habe davon gehört, wie auf den Rängen geschmunzelt und gefeiert wird, wenn er so unnachahmlich zu Werke geht, sagt er. Doch auf dem Rasen bekommt er das nicht mit.

Bei aller Coolness hat Zagadou mit sichtbarer Begeisterung vernommen, wie ihn neben den BVB-Fans auch sein Trainer wieder ins Herz geschlossen hat. Monatelang, fast das gesamte Jahr 2019, hatte Lucien Favre bei der Aufstellung seinen Namen gemieden. Teils, weil der 20-jährige Franzose verletzt ausfiel und danach um Form und Fitness kämpfte. Teils aber auch, weil sein Innenverteidiger das eigentlich stimmige Gesamtbild mit kapitaleren Aussetzern bekleckerte. Zagadou musste warten. „Ich war sehr ungeduldig“, gibt er unumwunden zu. Wenig zu spielen, das hat ihn doch sehr gewurmt.

Zagadou will fester Bestandteil der BVB-Startelf sein

Doch Borussias Nummer 2 – die Rückennummer hat er sich von seinem Bruder Dressy abgeschaut – ist seit Wochen wieder ein zentraler Bestandteil der Wunschformation, und will es auch bleiben. „Ich bin ohne Verletzung aus dem Winter gekommen, habe die gesamte Vorbereitung bestritten. Das stimmt mich zuversichtlich“, sagt Zagadou.

Vor Weihnachten bekam Zagadou sechs Mal hintereinander das Startelf-Mandat in der Innenverteidigung des BVB. Und wenn nicht alle Eindrücke täuschen, wird das auch Anfang 2020 so weitergehen. Mit seinen Leistungen hat er als Innenverteidiger Nummer zwei in der internen Hierarchie empfohlen. 70 Prozent Zweikampfquote, 93 Prozent aller Zuspiele landen beim Mitspieler, obwohl er das Risiko nicht scheut. Und nur alle 125 Minuten begeht er ein Foul. Fabelhafte Werte.

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