BVB-Matchwinner Gregor Kobel zum Elfmeter „Das sieht scheiße aus“

Redakteur
Karim Adeyemi foult Jesper Lindström.
Der Aufreger des Abends: BVB-Offensivspieler Karim Adeyemi (M.) foult Jesper Lindström – der Elfmeterpfiff blieb jedoch aus. © imago / Jan Huebner
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Das Bundesliga-Topspiel zwischen Eintracht Frankfurt und Borussia Dortmund erfüllt alle Erwartungen. Der BVB feiert einen äußerst glücklichen Auswärtssieg und profitiert dabei von einigen strittigen Schiedsrichter-Entscheidungen. Das sagen Gregor Kobel, Mats Hummels und Edin Terzic über den 2:1-Erfolg:


Gregor Kobel (BVB-Torhüter):
„Ich habe die Elfmetersituation im Spiel nicht richtig gesehen. Aber ja, das sieht scheiße aus, er sperrt sich klar rein. (…) Wir haben heute einen super Spirit gezeigt, einen großen Kampf. Aber wir haben viele Chancen zugelassen, nehmen aber den Schwung mit. Wir haben zuletzt super gepunktet. (…) Von der Qualität her gehören wir nach oben. Heute war es ein bisschen verkrampft, wir müssen einige Dinge besser machen. Aber wir haben einen super Kampf hingelegt, zwei Mal in Folge gewonnen. Wir wollten eine Serie starten, jetzt müssen wir weitermachen. (…) Ich will so cool wie möglich bleiben, habe in den Spielen auch etwas Glück gehabt. Ich versuche, mich immer zu verbessern.“


Mats Hummels (BVB-Innenverteidiger):
„Wir haben gekämpft und Frankfurt hat die Chancen nicht genutzt. Wir hatten einen fantastischen Torhüter. (…) Wir haben auf einem schwierigen Platz gespielt. Es war sehr intensiv, eine aufgeheizte Stimmung. (…) Ich denke nicht, dass sich wegen meiner Kritik etwas geändert hat. Wir haben es auch intern oft gesprochen. Aber ich habe gehofft, so wird es ein Thema und der Fokus darauf gelegt. Ich habe es schon bewusst gemacht. Es war eine Art letzter Ausweg. (…) Druckresistente Spieler sind wichtig. Ich denke, es gibt bei der WM, auch wenn ich nicht dabei bin, sehr viele druckresistente Spieler.“


Edin Terzic (BVB-Trainer):
„Es war ein großer Kampf, wir hatten große Portion Glück. Es war ein wichtiger und geiler Sieg. (…) Der mögliche Elfmeter war eine der Szenen, die ich meinte, in der wir Glück hatten. Wir hatten nicht viele Torchancen, die haben wir aber genutzt. (…) Es war intensiv, aber nicht der perfekte Fußball. Der Dreier heute war wichtig. (…) Julian Brandt macht es richtig gut. Aber auch der Ball auf Donny war top, er setzt sich durch, Jule schließt ab. Er hat in der Halbzeit signalisiert, dass er sich nicht so gut fühlt, deshalb haben wir ihn in der 60. Minute runtergenommen. Wir haben Jude dann einfach nach vorne geschoben. Wie er es beim 2:0 vollendet, ist herausragend. So darf er gerne weitermachen.“