BVB mit maximal 30.000 Zuschauern - Politik sendet positive Signale

Borussia Dortmund

Die Bundesliga befindet sich in der Sommerpause - doch hinter den Kulissen wird mit Hochdruck die neue Saison mit Zuschauern geplant. Das kommt auf den BVB zu.

von dpa

Dortmund

, 19.07.2020, 15:07 Uhr / Lesedauer: 2 min
Maximal 30.020 Zuschauer könnten in der kommenden Saison die Heimspiele des BVB live im Stadion verfolgen.

Maximal 30.020 Zuschauer könnten in der kommenden Saison die Heimspiele des BVB live im Stadion verfolgen. © dpa

Zwei Monate vor der geplanten Saisoneröffnung in der Fußball-Bundesliga sendet die Politik zunehmend starke Signale für eine Rückkehr der Fans in die Stadien. „Mit Abstand und Hygienekonzept können Sportveranstaltungen mit Zuschauern durchgeführt werden“, sagte Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) der „Bild am Sonntag“ und befeuerte damit zugleich die Hoffnungen der anderen großen Ligen im Handball, Basketball und Eishockey.

Bundesliga-Start am 18. September - DFB-Pokal eine Woche zuvor

Zwar gilt noch bis Ende Oktober ein Verbot von Großevents, doch Braun stellte Ausnahmen in Aussicht. „Wenn ein gutes Hygienekonzept vorliegt und Abstand zwischen den Besuchern gewährleistet ist, können Veranstaltungen stattfinden - auch mit einer größeren Zahl an Zuschauern“, sagte der 47-Jährige. Dies gelte sowohl für kulturelle Events wie Oper, Theater und Konzerte als auch für den Sport.

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Die Bundesliga und die 2. Bundesliga starten am 18. September in die Spielzeit 2020/21. Eine Woche zuvor findet die erste Runde im DFB-Pokal statt. Sollten Fans dann live dabei sein dürfen, müsse ein zu großes Gedränge aber noch vermieden werden, schränkte Braun ein. „Die Stadien werden also nicht ausverkauft sein können und das muss gut organisiert und kontrolliert werden“, sagte er.

Maximal 30.020 BVB-Fans im Signal Iduna Park

Die Deutsche Fußball Liga hatte am vergangenen Mittwoch einen Leitfaden an die 36 Profivereine verschickt. Dieser soll aber nicht nur den Erst- und Zweitligisten bei der Erarbeitung standort-individueller Konzepte helfen, sondern auch das Vorgehen in der 3. Liga, im DFB-Pokal, bei der Nationalmannschaft und in der Frauen-Bundesliga regeln. „Der Leitfaden dient als Orientierung für die Grundstruktur der zu erstellenden Konzepte und beinhaltet zahlreiche zu berücksichtigende Aspekte“, teilte die DFL mit. Das Bundesgesundheitsministerium urteilte nach der Prüfung, es seien „wesentliche Aspekte des Infektionsschutzes“ berücksichtigt worden.

Neben den Regelungen für die An- und Abreise und das Verhalten in den Arenen geht es unter anderem auch um die Bestimmung der „realisierbaren Gesamtkapazität“ in den einzelnen Bundesligastadien. So dürften nach Informationen des „Kicker“ gemäß des DFL-Plans vorerst maximal 30.020 Zuschauer die Heimspiele von Borussia Dortmund besuchen. Hertha BSC könnte sogar bis zu 37.238 Fans Einlass gewähren - und wäre somit Zuschauerkrösus. Der Stadtrivale 1. FC Union Berlin dürfte höchstens 4108 Fans ins Stadion an der Alten Försterei lassen und steht damit ganz am Ende der Tabelle.

Bundesliga mit Zuschauern: keine Stehplätze, kein Bier

Wer letztlich in den Genuss des seit Mitte März wegen der Coronavirus-Pandemie untersagten Stadionerlebnisses kommt, entscheiden die Vereine. Sie müssen zuvor ihr individuelles Konzept von den Behörden vor Ort absegnen lassen - so wie RB Leipzig dies unlängst bereits erfolgreich getan hat.

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Die Sachsen erhielten Anfang Juli vom Gesundheitsamt der Stadt grünes Licht für die Rückkehr der Zuschauer. Dennoch werden sich die Fans weiter auf Einschränkungen einstellen müssen. Es gibt keine Stehplätze und kein Bier, es muss der Mindestabstand eingehalten und eine Atemmaske getragen werden. Die DFL rät zudem von der Öffnung der Tageskassen ab - Eintrittskarten sollten zunächst nur online verkauft werden.

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